Obing – Das Jahr 2026 begann in Obing schwungvoll. In der voll besetzten Pfarrkirche begrüßte Hans Spiel, Erster Vorsitzender des Musikvereins, die Gäste im Namen der Obinger Blaskapelle. Er grüßte insbesondere Pfarrer David Mehlich und dankte ihm für die Bereitstellung der Kirche als Konzertraum. Spiel zeigte sich begeistert über die zahlreichen Besucher.
Im Publikum saßen neben Bürgermeister Josef Huber auch Gemeinderäte, Vereinsvorstände und weitere Gäste aus Obing und Umgebung. Die Wiederholung des Konzerts in Breitbrunn muss aus technischen Gründen ausfallen. Ein zweites Neujahrskonzert gibt die Obinger Blaskapelle am Sonntag, 4. Januar 2026, um 19:00 Uhr in der Kirche in Taufkirchen bei Kraiburg. Unter lautem Beifall betrat Frank Schöftenhuber, Leiter, Dirigent und Solist des Konzerts, das Pult. Mit der Ouvertüre „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé eröffneten die Musikanten das Neujahrskonzert unter dem Motto „Eine Reise entlang der schönsten Flüsse der Welt“. Für den Kapellmeister war es eine Herzensangelegenheit, die Zuhörer auf diese musikalische Reise mitzunehmen, da die Pfarrkirche für ihn ein wunderbares Konzerthaus darstellt. Die musikalische Reise begann an der Donau in Wien mit der „Annen-Polka“ von Johann Strauß Sohn. Sie führte weiter nach Ungarn mit der Polka „Eljen a Magyar“, einem Werk, das Strauß 1869 in Budapest uraufführte und als Huldigung an die ungarische Nation komponierte. Den Bogen der Flussreise schloss der Walzer „An der schönen blauen Donau“.
Steven Reinekes „Into the Raging River“ ist ein Klanggemälde für Blasorchester, inspiriert von einer Raftingtour. Das Stück beginnt ruhig mit Querflöten, die einen Sonnenaufgang darstellen, steigert sich über wilde Stromschnellen bis zum Sturz über einen Wasserfall. Die Obinger Blaskapelle präsentierte dieses Stück hervorragend und vermittelte instrumental sowohl ruhige Wasserläufe als auch den dramatischen Wasserfall. Frank Schöftenhuber leitet die Obinger Blaskapelle seit über 30 Jahren mit großer Leidenschaft und spürbarer Begeisterung. Er vermittelt den Musikern nicht nur ein hohes Niveau, sondern auch Freude an der Musik, was sich im Erfolg und in der Lebendigkeit des Orchesters widerspiegelt.
Das Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen für das Konzert. Die Musiker überreichten ihrem Dirigenten Frank Schöftenhuber einen Geschenkkorb. Schöftenhuber, Musiker mit Leib und Seele, sang nach den Neujahrswünschen das Lied „Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga“, was beim Publikum für nachdenkliche Stimmung sorgte.
Den krönenden Abschluss bildete der Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater, der auch an den 200. Geburtstag von Johann Strauß Sohn erinnerte.emk