Schnaitsee – Zunächst warnte der Schnaitseer BRK-Bereitschaftsleiter Jonathan Auer bei der Begrüßung der vielen Schwimmer und Gäste alle Bürger und vor allem die Kinder vor dem Betreten der Eisdecke am Weitsee. „Mit fünf Zentimetern Eisdicke ist es noch viel zu gefährlich sich auf der Eisdecke zu vergnügen. An einigen Stellen ist das Eis noch dazu noch dünner.“ Anschließend richteten sich seine Worte auf das bevorstehende Spektakel. Nachdem im Vorfeld bereits eine kurze Strecke vom Einlauf bis zum Steg der Wasserwacht vom Eis befreit worden war, stand dem Neujahrsschwimmen in Schnaitsee nichts mehr im Wege.
Neben vielen Aktiven der Schnaitseer Wasserwacht trafen sich auch 15 Wasserburger Wasserwachtler zum Neujahrsbaden im 3,8 Grad kalten Wasser des Weitsees. „Wir wollen damit auf eine unfallfreie Badesaison 2026 hinwirken und das Zeichen setzen, dass wir immer für unsere Badegäste da sind. Ganz gleich ob im Hochsommer oder während der „Eiszeit“ bei den Schlittschuhläufern und Eisstockschützen“, erläuterten Jonathan Auer und Tine Dettenbeck bei strahlendem Sonnenschein, aber Temperaturen lediglich um den Gefrierpunkt. Zahlreiche Gäste und Spaziergänger feuerten die kältefesten, exakt 51 Schwimmer mit Applaus an. Nach wenigen Minuten hieß es aber wieder für die meisten: Ab ins Warme. Einige jedoch wagten sogar einen zweiten oder dritten Gang ins Wasser. „Dieses Neujahrsschwimmen veranstalten wir zum achten Mal immer am 1. Januar um 14 Uhr am Weitsee. Lediglich zu Corona-Zeiten mussten wir pausieren. Es werden Jahr für Jahr mehr Schwimmer und auch mehr Zuschauer“, freute sich die Vorsitzende der Wasserwacht Angelika Kebinger. Am Schluss überraschten die Wasserburger Wasserwachtler, quasi als Gastgeschenk, mit der Vorführung einer Eisrettung auf dem Weitsee. Die zahlreichen Zuschauer trugen zu einem erhöhten Umsatz bei. Fleißige Helfer hatten heiße Getränke vom Kinderpunsch bis zum Glühwein sowie warme Würstchen vorbereitet. Der Erlös des Verkaufs fließt in den Neubau der Wasserwachthütte, welche im Sommer 2024 beim Hochwasser schwer beschädigt wurde. Lodernde Feuertöpfe sorgten für die Erwärmung und ermöglichten es den Gästen, lange an den Stehtischen zu verweilen.