Waldhausen – Bei der gut besuchten Jahresversammlung der Waldhauser Feuerwehr haben sich einige Veränderungen in der Vorstandschaft ergeben. Robert Urbauer wurde als Vorsitzender bestätigt. Corinna Stocker wurde zur neuen Zweiten Vorsitzenden gewählt, da Alban Kirmaier nicht mehr antrat. Sebastian Gröbner bleibt Kassier und Andreas Steckermeier Schriftführer. Als neue Fähnriche wurden Max Schuhbeck und Alex Hauser für Thomas Steckermeier und Andreas Knöckl gewählt. Sepp Pfenninger und Christian Lackmaier wurden als Kassenprüfer bestätigt.
Erneuerung der
Einsatzfahrzeuge
Bürgermeister Thomas Schmidinger, der auch die Wahlen leitete, hob den wertvollen Dienst der Feuerwehr für die Gesellschaft hervor. Er erläuterte den Bedarfsplan, den die Gemeinde für ihre drei Feuerwehren erstellen ließ. Für Waldhausen steht dabei eine Erneuerung der Einsatzfahrzeuge an. Er wünschte den Kameraden ein unfall- und feuerfreies Jahr sowie allzeit Gesundheit.
Die Versammlung begann zunächst mit dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Alois Pfenninger, Sepp Kailer und Toni Gilg. Kassier Sebastian Gröbner berichtete von einem Minus in der Kasse, welches auf einige Nachzahlungen nach dem 150-Jahr-Jubiläum zurückzuführen war, betonte jedoch die solide Kassenlage.
Auf Antrag der Prüfer Sepp Pfenninger und Christian Lackmaier wurde die Führung einstimmig entlastet. Schriftführer Andreas Steckermeier erinnerte an den Feuerwehr- und Schützenball, an das Wein- und Weißbierfest in Stangern, an den Jahresausflug und an das Rehessen, für das Christian Lackmaier das Rehfleisch spendiert hatte.
Jugendfeuerwehr
als prägender Faktor
Jugendleiter Stefan Oberbauer berichtete von der Christbaumsammelaktion, von der Jugendeinlage beim Ball, von den Übungsszenarien und von den erfolgreich abgelegten Prüfungen zur Jugendspange. Die Jugendfeuerwehr Waldhausen besteht seit mittlerweile 30 Jahren. Oberbauer erinnerte daran, dass Heini Lazarus diese als Jugendwart zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden Sepp Balk im Jahr 1995 ins Leben gerufen hatte. Kreisbrandinspektor Sepp Egginger hob in seinem Grußwort darauf Bezug nehmend hervor: „Allein 59 derzeitig Aktive haben diese Jugendfeuerwehr durchlaufen.“ Er fügte hinzu: „Als nächste Stufe folgt die Kinderfeuerwehr. Es gibt bereits 16 Kinderwehren im Landkreis.“ Egginger mahnte zudem die Kontrolle der Rauchmelder an, die oft Leben retten können.
Robert Urbauer und Kommandant Stefan Randlinger ehrten Aktive, die bereits über zehn Jahre ihren Dienst in der Wehr ableisten. Dies sind Magdalena Hütter, Corinna Stocker, Lukas Köhldorfner, Christian Erl, Georg Hütter, Stefan Oberbauer, Ronja Krauss und Sophia Schillmaier.
Wunsch nach besserer
Übungsdisziplin
In seinem Kommandantenbericht blickte Stefan Randlinger auf zehn Einsätze im vergangenen Jahr zurück. Darunter waren zwei Kleinbrände: am 3. Februar ein Kaminbrand in Waldhausen und am 9. März ein weiterer Kleinbrand in Forstau. Neben einer aufwendigen Wohnungsöffnung am 23. Mai standen für die Aktiven Verkehrsabsicherungen und Parkplatzbetreuungen an. Bei den Einsätzen wurden von den insgesamt 77 Aktiven 82 Stunden geleistet.
Randlinger hob auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren hervor. Bei der Versammlung waren Kameraden aus Titlmoos, Kirchstätt und Schnaitsee zu Gast. Da die Beteiligung an den Übungen manchmal zu wünschen übrig ließ, äußerte Randlinger seine Hoffnung auf eine bessere Disziplin im neuen Jahr.
Die beiden Feuerwehr-Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr 1.056 und 800 Kilometer bewegt. Die Schlauchpflegeanlage war bei 359 Starts 47 Stunden im Einsatz. Es wurden Ersatzsicherheitsausrüstung und Schutzhelme beschafft. Zudem wurden zwei Feuerwehrführerscheine abgelegt. Auch eine neue Motorsäge und neue Reifen wurden fällig.
Viele Veranstaltungen
für 2026 geplant
Für das Jahr 2026 sind Übungen im Kinderhaus und im Sinzinger geplant. Ein Schwerpunkt wird auf die Brandschutzerziehung gelegt. Zum Schluss begrüßte Randlinger mit Michael Urbauer, Jonas Losbichler und Fabian Glier drei junge Aktive, die von der Jugend in den aktiven Dienst übergetreten sind.
Im Ausblick auf das jetzt anlaufende Jahr nannte Vorsitzender Urbauer den Feuerwehr- und Schützenball am Freitag, 6. Februar, die Faschingshochburg mit dem gallischen Dorf in Waldhausen am Samstag, 14. Februar, das Gartenfest am Samstag, 6. Juni, und den Jahresausflug am Samstag, 3. Oktober. Feste in Rabenden, Heiligkreuz und Engelsberg werden ebenfalls besucht.
Klaus Seidl vom SV Waldhausen erläuterte zum Schluss die Großveranstaltung am Samstag, 14. Februar, bei der sich Waldhausen in ein gallisches Dorf verwandelt. Er betonte: „Das ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Waldhauser Vereine.“