Wasserburg – Zum „Badriazzo“ verwandelte sich die Badriahalle wieder in einen festlich dekorierten Ballsaal. Bei flotter Tanzmusik und einem exquisiten Drei-Gänge-Menü feierten die Gäste stilvoll den Faschingsauftakt 2026.
Traditionell endet die Weihnachtszeit an Epiphanias, dem Dreikönigstag. Jetzt kann der Fasching so richtig loslegen. In Wasserburg beginnt die närrische Zeit mit dem „Badriazzo“. Der festliche Stadtball zum Jahresanfang begeisterte wieder mit einer attraktiven Mischung aus Tanz, Show und Kulinarik. Die Band „tanzBAR“ mit Sängerin Vera Klima sorgte für tolle Live-Musik. Caterer Klaus Schlaipfer und sein Team verwöhnten die festlich gekleideten Ballbesucher und Ballbesucherinnen mit einer feinen Speisenabfolge. Und als Höhepunkt lüftete dann die Stadtgarde ein wohlgehütetes Geheimnis: das neue Showprogramm zur Faschingssaison 2026.
Auf beschwingten Abend
eingestimmt
Empfangen wurden die Gäste mit eleganter Barmusik vom Wasserburger „Trio Tonale“. Jazz-, Swing- und Latino-Klänge stimmten auf einen beschwingten Abend ein. Stefan Schrag am Saxofon, Gerlinde Hofmann am Bass und Ernst Hofmann am Piano begleiteten auch in den Tanzpausen musikalisch das Menü. Harry Petermann führte mit Bina Sinzinger durch das unterhaltsame Programm. Die ehemalige Hofmarschallin wird zukünftig die Moderation von Harry Petermann übernehmen.
Die gemeinsame Conférence traf mit viel Wortwitz die richtigen Töne, sei es nun zur Ankündigung der Showeinlagen oder der einzelnen Gänge im Menü. Ein Quartett aus Knödel, roter Bete, Hirtenkäse und gebeiztem Lachs machte den Auftakt.
Beim Hauptgang fiel die Wahl zwischen Garnelen auf Erbsenrisotto oder Rinderfilet mit Barolojus nicht gerade leicht. Aber auch die vegane Variante mit Miso-Aubergine und Tofu war sehr gefragt. Zumindest beim Dessert mit Mascarponecreme und Apfelkaramell blieb einem die Qual der Wahl erspart. So verging dann auch ein langer Abend wie im Flug. Dazwischen war das Tanzparkett stets recht gut besucht.
Denn „tanzBAR“ zog als Ballorchester alle Register mit hervorragender Tanzmusik zwischen Klassik, Pop und Rock, von Oldies bis zu aktuellen Charts-Hits.
Show-Höhepunkt des Abends war schließlich der Auftritt der Stadtgarde, charmant moderiert von Hofmarschallin Jenny Wagner.
Das neue Programm „Robot Emotion“ weckte Assoziationen zum Thema KI (Künstliche Intelligenz). In der Show wurden ausrangierte Roboter optisch neu aufgepeppt und – mit Gefühlen ausgestattet – wieder zu neuem Leben erweckt. Der professionell einstudierte Showtanz in „Robot Emotion“ passte perfekt zum Thema. Akrobatische Hebefiguren sorgten immer wieder für die eine oder andere Schrecksekunde im Publikum. Doch alles ging gut, und die knappe Stunde Showprogramm verging wie im Flug. Nach einer derart grandiosen Vorstellung hatte Wasserburgs Erster Bürgermeister schließlich keine andere Wahl, als die Rathausschlüssel bis Aschermittwoch in die Obhut der Hofmarschallin und ihrem Gefolge zu übergeben. Doch Michael Kölbl tat dies bestimmt sehr gern; denn die Freude über ein so exzellentes Showprogramm der Stadtgarde als weiteres Aushängeschild für die Kulturstadt Wasserburg war ihm deutlich anzusehen.
Veranstaltungskalender
schwungvoll eröffnet
Der „Badriazzo“ als gesellschaftliches Event eröffnete stimmungsvoll den Wasserburger Veranstaltungskalender. Schade war nur, dass manche Tische leer geblieben sind. Harry Petermann brachte es bei seiner Verabschiedung auf den Punkt. Er wünschte sich, dass der Badriazzo wieder zu einem Stadtball wird, wo das „Sehen und Gesehen werden“ wieder wichtig wird. Verdient hätte er es in jedem Fall – denn als Ball für die Stadt Wasserburg und ihr Umland überzeugte der Badriazzo 2026 mit einem tollen, attraktiven Angebot und einem Charme, wie er einer Kunst- und Kulturstadt nur allzu gut steht.
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