Wasserburger Sport trauert um Markus Bauer

von Redaktion

Förderer und erster Fan der Löwen – TSV 1880 ehrt Unternehmer posthum

Wasserburg – Markus Bauer war einer der größten Förderer des Wasserburger Sports. Groß ist deshalb auch die Trauer beim TSV Wasserburg. „Wir trauern um einen großen Förderer und Freund unseres Vereins“, sagt Daniel Maurer. Der neue Vorsitzende des TSV 1880 Wasserburg ist ebenso wie der Rest des Vereins in tiefer Trauer.

Markus Bauer war dem Verein über Jahrzehnte verbunden: Bereits seit 1981 war er Mitglied im TSV 1880 Wasserburg. „Mit ihm verlieren wir daher nicht nur einen treuen Sportkameraden, sondern auch einen Menschen, dem die Entwicklung des Sports in unserer Region sehr am Herzen lag“, so der Vorsitzende.

Besonders Fußball und
Basketball verbunden

Besonders den Abteilungen Fußball und Basketball war er eng verbunden. Er war nicht nur ein wichtiger Förderer im Hintergrund, sondern vor allem ein begeisterter Fan an der Seitenlinie. „Wir werden seine regelmäßigen Besuche bei den Heimspielen und sein Interesse am Geschehen auf dem Platz und in der Halle sehr vermissen.“

Mit Markus Bauer verliere der TSV eine Persönlichkeit, die den Sport in Wasserburg maßgeblich geprägt habe. Viele Jahre habe er sich in seiner Funktion als Sportreferent der Stadt Wasserburg mit unermüdlichem Engagement und großem Herzblut für die Belange der Vereine eingesetzt. „Er verstand sein Amt nicht als Pflicht, sondern als Berufung und stand uns auch in schwierigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite. Ohne seine verlässliche Unterstützung wäre die Entwicklung des Vereins in dieser Form nicht möglich gewesen. Besonders in Erinnerung bleiben wird uns seine Bescheidenheit und sein offenes Ohr für die Belange unserer Mitglieder. Sein Wirken hinterlässt Spuren, die weit über das Spielfeld hinausreichen.“

Als „schweren Schicksalsschlag“ bezeichnen die Löwen des TSV 1880 Wasserburg den Tod von Markus Bauer für die Fußballfamilie. Denn Markus Bauer, der am 23. Dezember überraschend im Alter von 58 Jahren verstorben ist, war ihr Hauptsponsor, außerdem Freund und erster Fan. „Ich kann seit Tagen kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Die Nachricht von Markus’ Tod hat mich und uns alle schwer getroffen“, so der geschockte Abteilungsleiter Kevin Klammer, der ein enges, freundschaftliches Verhältnis zu Bauer pflegte, zu dem herben Verlust.

Nicht nur als langjähriger Sportreferent der Stadt Wasserburg am Inn trieb Markus Bauer immer wieder Projekte voran. Er war zudem privat und mit der Privatmolkerei einer der größten Förderer des Sports, den es in Wasserburg jemals gegeben habe, so die Löwen. Markus Bauer half den Löwen schon zu einer Zeit, als es ihnen nicht gut ging. „Keiner der Erfolge der letzten zehn Jahre wäre ohne Markus Bauer möglich gewesen“, betont Klammer.

2016 stieg die Privatmolkerei Bauer zu einem Zeitpunkt als Sponsor im Jugendbereich ein, als die Nachwuchsarbeit in Wasserburg am Boden lag. Durch dieses Engagement gelang die Wende, und durch nachhaltige Förderung wurde die Jugendarbeit so verbessert, dass mittlerweile zwei Wasserburger Jugendmannschaften in der Bezirksoberliga spielen, so Klammer. Vor allem sei in den vergangenen Jahren etwas entstanden, das über Tabellen und Ligen hinausgehe: „Die Löwen haben im Nachwuchs eine neue Kultur etabliert, die über 200 Kindern und Jugendlichen Werte und Identifikation vermittelt.“

Eine besonders enge Beziehung hatte Bauer zu den Herrenteams. Gemeinsam mit seiner Frau Heike besuchte er schon zu A- und Kreisklassen-Zeiten sämtliche Spiele der Ersten, er begleitete die Löwen ins Trainingslager und lud jährlich zu einer Grillfeier bei sich zu Hause ein, berichtet Klammer. „Wasserburger Spiele standen für ihn immer an oberster Stelle“, so der Abteilungsleiter.

Nie Leistungsdruck
ausgeübt

Bei all seiner Unterstützung habe er nie Druck ausgeübt. Selbst nach dem Abstieg aus der Bayernliga gab es keine Vorwürfe, sondern aufbauende Worte und die Hoffnung auf den Wiederaufstieg, erinnert sich Klammer. „Auf Markus war selbst in den größten Krisen immer Verlass“, betont der Abteilungsleiter. „Markus Bauer war mehr als nur ein Freund und Förderer des Fußballs in Wasserburg. All das, was in Wasserburg in den letzten Jahren entstanden ist, und Wasserburg zu einem der Vorzeigestandorte im regionalen Fußball machte, wäre ohne ihn in dieser Form nicht möglich gewesen.“

„Noch enger
zusammenstehen“

„Wir werden Markus Bauer immer dankbar sein und den Fußball in Wasserburg in seinem Sinne weiterführen. Für ihn galt immer das Motto ‚Einmal Löwe, immer Löwe’, das werden wir in Ehren halten. Dafür müssen wir alle noch enger zusammenstehen. In Gedanken sind wir bei seiner Familie und vor allem seiner Frau Heike, seinem Sohn Leo mit Elena und Jamal, die alle Teil unserer Fußballfamilie sind“, so der anteilnehmende Abteilungsleiter. Um sein außergewöhnliches Engagement zu ehren, wird das große Wasserburger Jugend-Hallenturnier zukünftig den Namen „Markus-Bauer-Hallencup“ tragen, teilt er außerdem mit.

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