Auftakt mit Bravour

von Redaktion

Premiere für Haager Schäffler vor dem Rathaus und im Pfarrhof

Haag – Mit Bravour schafften die Haager Schäffler die Premiere im offiziellen Auftakt vor dem Rathaus und dem Pfarrhof. Die Devise der Saison bis Faschingssonntag heißt „Freude bringen“. Den kirchlichen Segen gab Pfarrer Pawel Idkowiak mit auf den Weg.

Der langen Tradition entsprechend fanden sich die 30 Schäffler mit ihren Begleitpersonen zunächst zum Gottesdienst in der Pfarrkirche ein. „Tanzen ist die Sprache der Freude, die keine Worte braucht“, so Pfarrer Pawel Idkowiak. Wer tanze, der drücke aus: Ich bin am Leben! Ich bin frei! Dazu fordere Gott alle Menschen auf.

Nur gemeinsam
entsteht etwas

Zudem, so der Haager Geistliche, zeigen die Schäffler, dass „nur gemeinsam – im Kreis – etwas entsteht“. Als Vergleich nannte er ein Fass Bier oder Wein. Der Auftrag der Schäffler besteht nach Pfarrer Pawel Idkowiak „seit jeher“ darin, „die Menschen zum Lächeln zu bringen und sie aus ihrer Erstarrung zu lösen“. Das sei auch der Auftrag der Christen: „Wir sollen Boten der Freude sein.“

Eine gute Figur machte Sepp Herzog, der zur Saison 2026 in Nachfolge von Karl Heinz Zaulig, Wolfgang Obermaier, Walter Wimmer und Heini Posch den Reifen als Schäfflermeister schwingt.

Publikum humorvoll
eingestimmt

Humorvoll stimmte er das Publikum am Marktplatz auf den Reifenschwung ein und ließ dann Bürgermeisterin Sissi Schätz mit ihren Stellvertretern Stefan Högenauer und Dr. Florian Haas zum obligatorischen Stamperl mit Musik antreten. Mit Spannung erwarteten die Zuschauer die Verse von Oberkasperl Karin Lipp. Zur Bürgermeisterin Sissi Schätz verkündete sie neben anderem: „Zum dritten Moi stellte sie sich tapfer zur Wahl. Warum ned, denkt sie sich, laft doch genial.“ Der Zehentstadel wachse dabei „Stoa auf Stoa ganz ohne Hast“. Habe sie mal Stress, lege sie ein paar Runden im neuen Schwimmbad zurück. Damit beide aber, Oberkasperl und Bürgermeisterin, den ersten Tag „guad umebringan“, sei „a Schnapserl recht zum Dringa“. Die erste Schäfflerbrotzeit ließ Bürgermeisterin Sissi Schätz im Rathaussaal servieren, wo sich Tänzer, Kasperl, Musiker, Marketenderinnen, Klopfer, Kreuzltrager, Wagerlbuam und Begleitpersonen zum Erfrischungstrunk und auch zum Aufwärmen ein Stelldichein gaben. Mit dabei auch der einstige Schäfflermeister Wast Huber. Pfarrer Pawel Idkowiak ließ Oberkasperl Karin Lipp nach dem Reifenschwung nicht vergessen, dass er vor sieben Jahren zum Ehrentanz nicht da gewesen sei. Er plage sich viel ab mit dem „Radln zu den Pfarreien“. Die neue Lösung laute: „Und damit des mit de vuin Messn bessa laft, hod a se a schnelles Auto kaft.“ Den Segen hätten die Schäffler bereits von Pfarrer Pawel Idkowiak erhalten, schloss Karin Lipp, so fehle nur ein Schnaps. Und den leerten beide zum dreifachen „Hoch!“ der Schäfflerrunde.

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