Nachruf

von Redaktion

Lengmoos – In der Kirche in Lengmoos fand der von Pfarrer Ulrich Bednara zelebrierte Trauergottesdienst für Hermann Rosenberger statt, musikalisch umrahmt vom Kirchenchor. Zum Grabe wurde er von vier Fahnenabordnungen der Vereine unter musikalischer Begleitung einer Bläsergruppe der Trachtenblaskapelle Ramsau und vielen Trauernden geleitet.

Hermann Rosenberger wurde 1939 in Straßmeier bei Maitenbeth geboren. Kurz nach der Einschulung in Maitenbeth musste die Familie Anfang 1946 auf den elterlichen Hof der Mutter umziehen, weil ihr Bruder nicht aus dem Krieg zurückgekehrt war. Er besuchte weiter in Lengmoos die Schule und absolvierte anschließend die Landwirtschaftsschule. Danach arbeitete er auf dem elterlichen Anwesen mit. Der Vater starb 1966, seine Mutter und er führten den Hof weiter. Nach dem Renteneintritt der Mutter verpachtete sie den Betrieb 1972 an Hermann. 1982 wurde der Hof an den dritten Sohn Hans übergeben, der Pachtvertrag wurde bis zu Hermanns Renteneintritt mit 65 Jahren fortgeführt. Erst hatte er vor, nur noch Rentner zu sein. Schon nach kurzer Zeit konnte er das Mithelfen auf dem Hof nicht lassen.

Hermann Rosenberger war Mitglied in einigen Vereinen, so auch aktiv beim Trachtenverein als „Baumhalter“ beim Bandltanz und Ähnlichem. Bei den Trachtenwallfahrten nach Maria Eck war er oft dabei. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft lag ihm sehr am Herzen, er war auch hier eine Periode Vorsitzender. Die jährlichen Zugfahrten zu den Soldatenfriedhöfen an vielen Orten in Europa machte er gerne mit. Auch bei der Feuerwehr und den Schützen war er aktives Mitglied. Die Konzerte und Veranstaltungen der Blasmusik Ramsau waren auch eine Leidenschaft von ihm.

In vielen Jahren unternahm er Wochenend-Busfahrten oder nur Tagesausflüge. Solange der Moawirt in Altdorf geöffnet hatte, war der Stammtisch am Sonntagabend ein Muss. In den vergangenen Jahren entwickelte sich eine Stammtischrunde zum Kaffeetrinken am Sonntag.

Vor etwa eineinhalb Jahren erlitt er einen schweren körperlichen Zusammenbruch, von dem er sich sehr langsam wieder erholte. Nach einiger Zeit übte er wieder allerlei Tätigkeiten am Hof aus, nicht selten brauchte er dazu seinen Rollator als Transportfahrzeug. Seine täglichen Runden mit dem 35er Deutz-Bulldog über Feld und durch den Wald ließ er selten ausfallen. Oft kam dabei ein kleiner Ratsch mit Nachbarn oder Bekannten zustande, die Kontakte zur Verwandtschaft wurden von ihm ebenso gepflegt. In den letzten Wochen nun verließen ihn seine Kräfte immer öfter, auch der Gesundheitszustand verschlechterte sich. Er starb am 12. Dezember, doch etwas überraschend.

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