„Schlechteste Straße Bayerns“ wird saniert

von Redaktion

Weitere Arbeiten an der Staatsstraße 2092 sollen noch im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen

Unterreit/Babensham – „Eine der gefährlichsten Straßen Bayerns“ – dieser Meinung ist Unterreits Bürgermeister Christian Seidl nach wie vor. Doch nun scheint ein schwaches Licht am Ende des Tunnels in Sicht zu sein.

Nach Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim ist klar: Es wird wohl weitergehen mit der Instandsetzung der maroden Staatsstraße 2092.

„Der aktuelle Zeitplan sieht vor, noch im zweiten Halbjahr 2026 mit der weiteren Sanierung des Streckenverlaufs zu beginnen“, teilt Pressesprecherin Ursula Lampe vom Staatlichen Bauamt mit. „Die Planungen der weiteren Sanierung des genannten Streckenabschnitts schreiten weiter gut voran. Die für die Instandsetzung benötigten finanziellen Mittel wurden vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt.“

Sogar persönlich
ein Bild gemacht

Dies deckt sich mit den Informationen, die Seidl vorliegen, wie er gegenüber der Redaktion erklärt. Er hat auf Nachfrage bei den zuständigen Beauftragten des Bauamts erfahren, dass sich die Regierung zuletzt sogar persönlich ein Bild von der Situation zwischen Unterreit und Babensham gemacht und ein baldiges Fortführen der Arbeiten zugesichert habe.

Die Arbeiten für die noch auszubauende Strecke von 3,5 Kilometern sollen wohl in zwei Bauabschnitten ab der zweiten Jahreshälfte realisiert werden.

Für Seidl ein gutes Zeichen, dass endlich etwas vorangeht: Schließlich seien sowohl die Vertreter der Gemeinde Unterreit als auch die der Gemeinde Babensham über Jahre hinweg immer wieder „lästig und dahinter gewesen“, dass die Lage endlich entschärft werde.

Auch Babenshams Bauamtsleiter Martin Kubiczek weiß nach aktuellen Gesprächen mit dem Bauamt, dass das Vorhaben fortgeführt werden soll: „Es ist zwar alles noch sehr vage, aber es tut sich was. Viele Dinge laufen im Hintergrund und uns ist es wichtig, dass es weitergeht.“

Mit einem neuen Planungsbüro aus Traunstein sei nun allem Anschein nach auch ein „guter Partner“ gefunden worden, der die Planung und den Feinschliff der künftigen Trassierung mit allen Detailfragen seit dem Baustopp im Februar 2025 jetzt federführend übernommen habe.

Der Unterreiter Bürgermeister ist zuversichtlich, dass das Dilemma um die Staatsstraße 2026 final angepackt wird: „Ganz fertig wird die Strecke heuer wohl nicht mehr, weil es sich doch um eine größere Baumaßnahme handelt und zunächst noch die Ausschreibung erfolgen muss. Damit ist die endgültige Fertigstellung für das Jahr 2027 angesetzt. Wichtig ist, dass das Ganze nicht liegen bleibt: Die Hauptsache ist, es wird angegangen und Gelder fließen.“

Auch Anwohnern und Autofahrern ist der Zustand der Straße lange ein Dorn im Auge. Direkte Anrainer der Staatsstraße wundern sich tagtäglich, dass aufgrund der schlechten Verhältnisse nicht mehr passiert, gerade auch bei winterlichen Gegebenheiten. Nun könnte die Holperpiste zeitnah Geschichte werden und die Gefahr von Unfällen minimiert werden. Ein Teil der maroden Staatsstraße an der Landkreisgrenze von Rosenheim und Mühldorf wurde in der Vergangenheit bereits saniert. Im Mai 2025 erfolgte die Fertigstellung des Abschnitts zwischen dem Kreisverkehr im Norden von Babensham bis zur Abzweigung nach Wang (MÜ 31).

Außerdem wurde die Instandsetzung der Staatsstraße 2092 zwischen Alteiselfing und Fieberting – ebenfalls vielen Autofahrern als Buckelpiste bekannt – fertiggestellt.

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