Wasserburg – Mit einem umfangreichen Jahresprogramm widmet sich der Historische Verein Wasserburg im Jahr 2026 der Geschichte der Region vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen Vorträge, Exkursionen und Kooperationsveranstaltungen, die sowohl die Entwicklung der Stadt als auch überregionale historische Themen beleuchten, wie der Verein bekannt gibt.
Den Auftakt bildet am Dienstag, 27. Januar, um 17 Uhr eine Gedenkveranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Denkmal für die „Wasserburger Opfer“ des Nationalsozialismus am Heisererplatz.
Am Montag, 23. Februar, um 19.30 Uhr folgt im Gimplkeller am Marienplatz 25 der Vortrag von Dr. Hans Hinterberger aus Soyen über „Herr Diernreiter, was unterfangen sie sich?“ und das außergewöhnliche Leben des Schnaitseer Bauern, Reichs- und Landtagsabgeordneten Sebastian Diernreiter.
In Kooperation mit dem Luitpold-Gymnasium Wasserburg spricht am Montag, 2. März, um 19.30 Uhr in der Aula des Luitpold-Gymnasiums an der Salzburger Straße 11 die Historikerin Dr. Katharina Weigand von der Ludwig-Maximilians-Universität München über „Der Münchner Friedensengel – Gedenken in der Prinzregentenzeit oder städtebaulicher Schmuck?“. Im Rahmen der Wasserburger Volksmusiktage ist am Montag, 23. März, um 19.30 Uhr im Gimplkeller ein Abend mit Dr. Waldburg Eder aus München, der Herzog-Saitenmusik und den Rettenbacher Sängerinnen unter dem Titel „So lebten unsere Vorfahren im 19. Jahrhundert“ vorgesehen.
Am Montag, 20. April, um 19.30 Uhr beleuchtet ebenfalls im Gimplkeller Peter Maicher aus Zorneding unter dem Titel „Wenn ein Landkreis stirbt“ die Rolle Wasserburgs in der Kreisgebietsreform 1972. Das Exkursionsprogramm beginnt am Samstag, 9. Mai, mit einer ganztägigen Fahrradtour in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, Ortsgruppe Wasserburg, und dem Verein für das Erinnern e.V. Ziel ist die KZ-Gedenkstätte Mühldorfer Hart, durch die Robert Obermayr und Christof Gebhardt führen; eine Anmeldung ist obligatorisch.
Am Samstag, 20. Juni, führt eine halbtägige Exkursion zum Erinnerungsort BADEHAUS in Waldram, Wolfratshausen. Begleitet wird die Fahrt von der Kreisheimatpflegerin Dr. Evelyn Pechinger-Theuerkauf und Eva Greif, die Teilnehmer reisen in Fahrgemeinschaften an; auch hier ist eine Anmeldung erforderlich. Für September ist unter dem Titel „Bier und Barock im blauen Land zwischen Benediktbeuern und Murnau“ eine ganztägige Busfahrt geplant, der genaue Termin steht noch aus und eine Anmeldung ist obligatorisch.
Ein filmhistorischer Akzent folgt am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr im Theater Wasserburg an der Salzburger Straße 15. Der Salinenarchivar Dirk Lange-Mensing aus Bad Rothenfelde präsentiert „Wasserburg im Film (I): ‚The 17th Bride – A Story of Love and War‘“. Am Montag, 9. November, um 19.30 Uhr stellt Stadtarchivar Matthias Haupt vom Stadtarchiv Wasserburg im Gimplkeller unter dem Titel „Alles beim Alten?“ die zehnte Ausgabe des Wasserburger Stadtbildkalenders vor.
Für einen Samstag im November ist zudem eine halbtägige Besichtigung des Museumsdepots mit Museumsleiterin Sonja Fehler vorgesehen, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben, eine Anmeldung ist erforderlich. Am Samstag, 12. Dezember, ist eine ganztägige Adventsfahrt nach Freising mit Sonja Fehler geplant, ebenfalls als Busfahrt mit obligatorischer Anmeldung. Den Abschluss des Jahresprogramms bildet am Montag, 14. Dezember, um 19.30 Uhr im Gimplkeller eine Lesung der Universität Mannheim: Prof. Dr. Hiram Kümper, Anna-Lisa Müller und Hannah LeGuillou stellen unter dem Titel „Sprudelnde Stadtgeschichte – Ein Wasserburger Lesebuch durch die Jahrhunderte“ ein neues Lesebuch zur Stadtgeschichte vor.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Bierkellerführungen mit Vortrag zur Geschichte der Wasserburger Bierkeller. Treffpunkt ist jeweils im Gebäude des ehemaligen Bruck-Bräu an der Ecke Kellerstraße/Salzburger Straße. Zu Beginn erhalten die Teilnehmer eine multimediale Einführung mit historischen Bildern und kurzen Filmszenen, anschließend führt ein Rundgang durch das Labyrinth der sieben ehemaligen Sommerbierkeller. Die Wasserburger Bierkatakomben und das dort eingerichtete Museum sind im Rahmen regelmäßiger öffentlicher Führungen sowie buchbarer Gruppenführungen zugänglich. Für das Jahr 2026 sind folgende öffentliche Führungstermine vorgesehen: Samstag, 17. Januar, um 10 Uhr, Samstag, 7. Februar, um 10 Uhr, Freitag, 13. März, um 19 Uhr, Freitag, 10. April, um 19 Uhr, Samstag, 25. April, um 10 Uhr, Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr, Donnerstag, 14. Mai, um 10 Uhr, Samstag, 13. Juni, um 10 Uhr, Samstag, 4. Juli, um 10 Uhr, Freitag, 24. Juli, um 19 Uhr, Samstag, 8. August, um 10 Uhr, Samstag, 5. September, um 10 Uhr, Freitag, 18. September, um 19 Uhr, Samstag, 10. Oktober, um 10 Uhr, Samstag, 7. November, um 10 Uhr, Samstag, 5. Dezember, um 10 Uhr, sowie Mittwoch, 30. Dezember, um 10 Uhr.
Der Historische Verein Wasserburg betont, dass die Geschichte der Region im 19. und 20. Jahrhundert ebenso im Fokus steht wie Wasserburgs Entwicklung im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Durch Kooperationen mit der Stadt Wasserburg, dem Luitpold-Gymnasium, der Kreisheimatpflege, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, dem Theater Wasserburg und der Universität Mannheim entstehe ein „bunter Strauß“ an Veranstaltungsangeboten, der auf breites Interesse stoßen solle. Die Mitglieder und interessierte Gäste werden laut Mitteilung eingeladen, die Termine regelmäßig wahrzunehmen und im Bekanntenkreis für das Programm zu werben.