Rott – Nach 18 Jahren, beziehungsweise drei Wahlperioden, geht die Verantwortung am 1. März 2026 als Kommandant der Rotter Wehr an seinen Nachfolger, Christian Schaber, über. Im Wahlgang am Freitag, 13. Januar, wurde Christian Schaber mit knapp 96 Prozent der Stimmen der anwesenden Wahlberechtigten zum neuen Kommandanten gewählt. Sein Stellvertreter und neuer Zweiter Kommandant wird Maximilian Plenk mit mehr als 91 Prozent der Stimmen.
18 Jahre lang in
der Verantwortung
Der neue Kommandant ist kein Unbekannter, da Christian Schaber bereits die Position des Stellvertreters innehatte. Dieser Generationenwechsel ist ganz im Sinne von Manfred Lunghammer, der selbst auf eine erneute Kandidatur verzichtet hat. Manfred Lunghammer war 18 Jahre lang für Einsätze, Notlagen und die Partnerschaft mit der Gemeinde verantwortlich – unter drei verschiedenen Bürgermeistern.
Aus seiner Sicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um ein top ausgebildetes und motiviertes Team mit mehr als 80 Aktiven in die Hände der nächsten Generation zu legen. Für ihn stand nach eigenen Angaben immer das Gestalten, Aufbauen, Organisieren und der Spaß in einer starken Gemeinschaft im Vordergrund.
Seit seinem Eintritt in die Feuerwehr mit 16 Jahren ging es für ihn stetig voran. Der klassische Werdegang über Aus- und Weiterbildung führte ihn vom Gruppen- zum Zugführer und schließlich im Jahr 2002 zum Zweiten Kommandanten.
Rückblickend ist Lunghammers Bilanz in seiner Zeit als Kommandant beeindruckend: Es gab mehr als 2.500 Alarmierungen, davon fast 200 Brandeinsätze, annähernd 700 Einsätze für technische Hilfeleistungen und mehr als 1.600 Einsätze der First Responder.
Besonders in Erinnerung blieben die Extremwetterereignisse im Gemeindebereich, bei denen jedem alles abverlangt wurde: Hagelunwetter in den Jahren 2002, 2008 und 2024, Hochwasser in den Jahren 2005 und 2013 sowie weitere Starkregenereignisse. Hinzu kamen unzählige Stunden für Aus- und Weiterbildung, bauliche Eigenleistungen rund um die Wache, das Beschaffungswesen und natürlich auch Verwaltungsangelegenheiten.
„Feuerwehr ist viel mehr
als nur rote Autos“
Immer in seinem Fokus stand der Auf- und Ausbau der Einsatzfähigkeit der Wehr sowie die Steigerung der Kompetenz durch hohes Ausbildungsniveau und die Förderung des Nachwuchses aus der Jugend. „Feuerwehr ist viel mehr als nur rote Autos.“ Ein „Mit- und Füreinander, Zupacken, Helfen und aufeinander Achtgeben“ ständen an erster Stelle.