Mühldorf – Abfallvermeidung und bewusste Ernährung – Nachhaltigkeit, die an der Mittelschule Mühldorf gelebt wird. Nun gab es dafür eine Auszeichnung als Klimaschule. Die Plakette als Umweltschule hat die Bildungsstätte schon längst in der Tasche.
Die neue Plakette in Bronze holten sich die Vertreter in München ab. So machten sich Schulleiterin Regina Hornig, Konrektorin Jennifer Steinhuber-Hinterstoisser und die beiden Schüler Alexander Quaiser und Nora Shala mit der Bahn auf, um den Preis im Maximilianssaal der Regierung von Oberbayern entgegenzunehmen.
Neben einer Plakette und einer Urkunde, beides von Regierungsdirektor Konrad Schober überreicht, gab es auch 500 Euro Preisgeld.
„Für die Mittelschule in Mühldorf stehen vor allem die Themenbereiche Abfallvermeidung und bewusste Ernährung im Fokus ihrer Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler zeigen vorbildliches Engagement mit Projekten zur Mülltrennung, Schulkompost und Upcycling sowie Initiativen für regionale Ernährung. Eigene Schultassen und Trinkwasserbrunnen reduzieren Müll und fördern nachhaltigen Konsum.
Umweltschutz hier lebendig und greifbar – ein starkes Zeichen für eine verantwortungsvolle Zukunft“, führte Schober in seiner Laudatio aus.
Um diese Auszeichnung zu bekommen, musste einiges getan werden. So darf sich die Mittelschule dank der Unterstützung der Stadt Mühldorf seit diesem Schuljahr über einen Wasserspender an der Schule freuen.
Natürlich war das Thema gesunde Ernährung und zuckerfreies Trinken schon immer ein Anliegen der Mittelschule. Viele Kinder bringen bereits ihre eigenen Trinkflaschen mit, und die Schulfamilie achtet darauf, den Konsum von Softdrinks und süßen Getränken zu reduzieren. Und mit dem Wasserspender gelingt das nun sehr viel besser.
Schüler wie Lehrer nehmen das neue Angebot gerne an. Das Wasser schmecke beinahe wie aus einer Quelle, heißt es aus der Schule.
Die Schülerinnen und Schüler füllen dort täglich ihre Trinkflaschen auf, der Wasserkonsum ist enorm gestiegen. Gleichzeitig entsteht deutlich weniger Müll, weil keine Einwegflaschen mehr nötig sind.
Ein beliebtes Projekt zum Thema Abfallvermeidung war „Gesunde Pause ohne Müll“: Dabei wurde von den Bäckereien Eicher, Schönstetter und von der Globus-Bäckerei Brot gesponsert, das mit Butter (von der Alztaler-Hofmolkerei) bestrichen wurde. Darauf kam im Schulgarten selbst gezogene Kresse. Lehrer Andreas Baumgartner hatte 150 Eier gespendet, die von den sechsten Klassen mit selbst hergestellten Naturfarben gefärbt wurden.
Die neunten Klassen haben den CO-Fußabdruck und seine Bedeutung anschaulich dargestellt und so wertvolle Impulse für mehr Klimabewusstsein gegeben.
hra