Nachruf

von Redaktion

Maitenbeth – Pfarrer Pawel Idkowiak zelebrierte in der Pfarrkirche St. Agatha Maitenbeth den Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung auf dem Kirchenfriedhof für Anna Schmid, die im Alter von 94 Jahren verstorben war. Begleitet haben ihn dabei gesanglich Barbara Glück und musikalisch Anton Deuschl auf der Harfe.

Anna Schmid, eine geborene Strohofer, wurde im Jahr 1932 in Winden geboren. Sie pflegte stets ein inniges Verhältnis zu ihren Geschwistern; der familiäre Zusammenhalt bedeutete ihr schon in jungen Jahren sehr viel. Nach dem Schulbesuch in Oberndorf absolvierte sie eine landwirtschaftliche Lehre in Ebersberg. Die Arbeit auf dem Hof sowie die Verbundenheit mit der Natur und den Tieren bereitete ihr schon von klein auf viel Freude. Mit viel Fleiß, Ausdauer und großem Verantwortungsbewusstsein half sie auf dem elterlichen Anwesen mit. Beim Tanzen in Stauden lernte sie ihren Ehemann Fritz kennen. Im Jahr 1956 heirateten sie, und sie zog zu ihm auf das Gill-Anwesen nach Maitenbeth/Lichtfelden. Dort widmete sie sich fortan mit ganzer Hingabe ihrer Familie und dem Hof.

Nach der Geburt von sieben Kindern – Anneliese, Fritz, Helmut, Hansi, Michael, Christine und Thomas – musste sie viele schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Sohn Michael verstarb im Jahr 1970 durch Ersticken, Sohn Hansi ertrank im Jahr 1971. Im Jahr 1985 verunglückte Sohn Helmut tödlich, und kurz darauf verstarb ihr Ehemann Fritz. Im selben Jahr musste sie auch Abschied von ihrer Schwiegermutter nehmen, die sie gepflegt und um die sie sich aufopferungsvoll gekümmert hatte. Im Jahr 2017 wurde ihr ältester Sohn Fritz zu Grabe getragen, der einem Krebsleiden erlegen war.

Trotzdem blieb Anna Schmid stets eine gläubige Frau und fand Halt im Gebet sowie auf Pilgerreisen. Die regelmäßigen Treffen in der Schönstattgruppe, einer katholischen Gemeinschaft, die Glauben, Gemeinschaft und persönliche Lebensgestaltung im Alltag miteinander verbindet, waren ihr stets besonders wichtig. Musik war bis ins hohe Alter stets ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Sie spielte selbst leidenschaftlich gerne Zither und liebte die Volksmusik. Anna Schmid war ein Familienmensch mit Leib und Seele. Insbesondere ihre Enkelkinder waren stets ein Mittelpunkt in ihrem Leben und bereiteten ihr große Freude. Ein festes Ritual war auch stets das gemeinsame Kaffeetrinken am Sonntag auf dem Gill-Hof. Die vergangenen Jahre verbrachte sie im Altersheim in Soyen, wo sie im Beisein ihrer Kinder friedlich eingeschlafen ist. rl

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