Rechtmehring – Bei der geglückten Premiere des Schwanks „Leftutti“ im Pfarrheim Rechtmehring waren noch einige Stühle frei. Der „Leftutti“ ist in diesem Fall ein eher armseliger Müller, Emeran Kirchhuber, der – obwohl erstgeboren – lediglich die Mühle und nicht die viel wertvollere Brauerei geerbt hat.
Jede Menge
Unruhe
Letztere hat sein machtbesessener Bruder Öttl (Christoph Stadler) erhalten, der nun mit einem Problem konfrontiert ist: Die Wasserquelle für sein Bier droht zu versiegen. Seine vermeintlichen Freunde, der Bürgermeister (Martin Kneißl) und der „Schieber“ (Stefan Stelmanszek), sind ihm dabei keine große Hilfe, sondern schmieden Pläne, die letztlich nicht aufgehen.
In dieser in fast jeder Szene lustigen Inszenierung wird die „Verführerin“ Anni (Kathrin Hundhammer) als Bedienung eingeschleust und avanciert für alle zum Blickfang. Ihr Auftrag ist es, dem „Leftutti“ den Kopf zu verdrehen, damit er die Mühle mit der reichhaltigen Wasserquelle seinem Bruder überlässt – ein Vorhaben, das ebenfalls scheitert. Die fleißige, alteingesessene und neugierige Bedienung Friedl (Tanja Lechner) sieht dies gar nicht gerne und fühlt sich in ihrem Wirkungskreis bedroht. Für Lacher sorgten bei jedem Auftritt die fast kitschig anmutenden Dappinger Schwestern (Kathi Röder und Tina Rappolder), wenn sie synchron auftraten und Öttl mit allem Möglichen nervten. Die ratschende Kramerin (Lisa Zacherl) und die singende Bürgermeistersgattin (Sophia Manzinger) bringen weitere Unruhe in die sich zuspitzende Situation. Der ungebetene Brauereischul-Kollege Zapfinger Zimmerl (Thomas Manzinger) wird als falscher Preuße missbraucht, was auch nicht weiterhilft. Der treue Brauereigehilfe Malzl (Marco Murru) wird unabsichtlich zum Spielverderber.
Die Bühnenbauer und Regisseure haben sich beim Bühnenbild einiges einfallen lassen. Eine zweigeteilte Bühne, die Brauerei und Müllerei darstellt, sowie ein vor der eigentlichen Bühne mit echtem Wasser laufendes Mühlrad, beeindruckten die Besucher.
Aufwendiges
Bühnenbild
Den lustigen, manchmal hintersinnigen Schwank in drei Akten von Peter Landsdorfer haben die beiden Regisseurinnen Katja Anzenberger und Tina Rappolder einstudiert. Beide sind erst 25 Jahre jung. Wie die Geschichte ausgeht, erfahren die Besucher am morgigen Freitag, 23. Januar, um 20 Uhr und am Sonntag, 25. Januar, um 20 Uhr. Am anschließenden Wochenende sind die zwölf Darsteller und zwei Musiker noch zu sehen: am Freitag, 30. Januar, und Samstag, 31. Januar, jeweils um 20 Uhr.