Zahlen vor allem aus Siedlungsräumen

von Redaktion

Bund Naturschutz ruft dazu auf, Eichhörnchen weiter zu erfassen und zu melden

Mühldorf – Seit fast sechs Jahren sammelt der Bund Naturschutz Daten zu Eichhörnchen. Ziel des Citizen-Science-Projekts ist es, mehr über das Vorkommen der Tiere, ihre Lebensräume, Fellfarben und Gefährdungen zu erfahren und sie dadurch besser zu schützen.

Auch in Mühldorf beteiligen sich Bürger fleißig an der Datenerhebung. Bis Ende November 2025 wurden über 74.000 verwertbare Meldungen mit rund 90.800 Eichhörnchen aus ganz Bayern erfasst. „Diese große Beteiligung zeigt, wie sehr die Menschen ihre Eichhörnchen vor der Haustür wahrnehmen“, erklärt Eva Grabbe-Tkocz von der BN-Kreisgruppe Mühldorf. Auch regional ist das Engagement hoch: Im Landkreis gab es zwischen 2020 und 2025 bislang 172 Sichtungen mit insgesamt 221 Eichhörnchen.

Die Auswertungen zeigt eine wichtige Besonderheit: Rund 60 Prozent aller Meldungen stammen aus Siedlungsräumen, also aus Gärten, Parks und Wohngebieten. In Wäldern und offenen Landschaften wurden deutlich weniger Eichhörnchen entdeckt. Hochgerechnet sind bislang nur etwa zwei Prozent der potenziellen Eichhörnchenreviere in Bayern durch Meldungen belegt.

„Das bedeutet nicht, dass es dort keine Eichhörnchen gibt, sondern dass wir sie außerhalb unseres Alltagsraums seltener wahrnehmen“, so Grabbe-Tkocz. Besonders aufmerksam macht ein weiterer Trend: Seit 2022 sinkt die durchschnittliche Zahl der gemeldeten Eichhörnchen pro Beobachtung, auch 2025 setzte sich dieser Trend fort.

Der Bund Naturschutz ruft dazu auf, weiterhin genau hinzuschauen und Beobachtungen unter www. bund-naturschutz.de/aktionen/eichhoernchen-beobachten-und-melden zu melden.

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