Haag – Das Naturfreibad lockt jedes Jahr viele Badegäste an. Einen Problempunkt gibt es aber: die Holzbrücke im Nichtschwimmerbereich. Die ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Die schadhaften Stellen wurden zwar für die vergangene Saison vom Bauhof ausgebessert. Jedoch ist eine Ertüchtigung unumgänglich.
Die Thematik ist bekannt und beschäftigt den Markt schon einige Zeit. Anfang 2024 wurden erstmals Pläne beschlossen, die Brücke für die Kids in Form eines Piratenschiffs zu bauen. Angekündigt ist diese Maßnahme auch für die Saison 2026. In der ersten Marktgemeinderatssitzung im neuen Jahr am Dienstagabend, 20. Januar, gab es hierzu noch mal zwei Anträge. Die sollten im öffentlichen Teil angesprochen werden. Es kam aber nicht so.
Genauer stand zum einen auf der Tagesordnung ein Antrag der Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) auf Nachprüfung einer Entscheidung des Bau- und Umweltausschusses zum Projekt „Brückenschiff im Naturfreibad“.
Danach sollte ein Antrag der CSU-Fraktion auf Neubewertung der Sanierung der Freibadbrücke folgen. Inhaltlich ging es in den beiden Anliegen um die Gestaltung beziehungsweise die Auftragsvergabe.
Mehr wurde aber nicht angesprochen, denn Stefan Högenauer (CSU) beantragte, das Ansuchen seiner Fraktion in den nichtöffentlichen Teil zu verschieben. Seine Begründung: der Antrag bezieht sich auf Entscheidungen, die im nichtöffentlichen Teil vom Bau- und Umweltausschuss im Dezember getroffen wurden. Es werden Anbieternamen und Angebotspreise genannt. Das sollte erst einmal intern behandelt werden.
Sissi Schätz entgegnete, dass es ihr in ihrem Antrag darum gehe, zu begründen, warum die Gemeinde an einem Brückenschiff festhalten solle. Sie sehe hier somit schon Relevanz dafür, das öffentlich zu besprechen. Weil beide Anträge aber miteinander zu tun haben, müsste ihr Anliegen somit auch im nichtöffentlichen Teil besprochen werden. Die Mehrheit des Marktgemeinderats entschied sich in den anschließenden Abstimmungen dafür.
Eine Entscheidung zu diesem Thema fiel damit nicht-öffentlich, Details zur Diskussion und zur Abstimmung konnte aber Bürgermeisterin Schätz auch auf Anfrage noch nicht verkünden. Manuel Hinmüller