Gars – Der besondere Dank des Schützenmeisters Ludwig Meindl galt diesmal neben den Aktiven und Organisatoren vor allem den beiden Kanonieren Fred Giebel und Englbert Huber. „Der Salut mit Schwarzpulverdampf ist schon ein Markenzeichen des Haager Sommernachtsfestes im Freibad“, so Meindl. Den beiden überreichte er eine Urkunde mit Gutschein für „Haager Zielwasser“ in Form von Unertl-Weißbier.
Im Rückblick unterstrich er den Auftakt mit dem Salami- und Käse-Schießen. Ein Dank gelte dafür Karl Heinz Münch und Wilfried Greipel. Einen kommunalpolitischen Aspekt erwähnte er mit dem geplanten Museum im Zehentstadel.
Der Schwarzpulververein habe sich unter die Unterstützer dieses Projekts eingereiht: „Ein Ort wie Haag braucht ein Museum.“
Höhepunkt des Vereinslebens bildeten das Sommernachtsfest mit den Sponsoren Thomas Sax, Bernhard Gruber und Wilfried Greipel. Für hohe Resonanz habe der regionale Countrystar Ronny Nash gesorgt. Eine Überraschung bildete der dritte Preis aus dem Jubiläumsschießen von Hubertus Stauden. Zusammenfassend zog der Schützenmeister für das gesellschaftliche wie sportliche Jahr „eine durchaus positive Bilanz“. Weiterhin wünschte er „gut Schuss!“ und ein „harmonisches Miteinander“.
Die schießsportliche Bilanz zog Sportwart Werner Bley. Für die Gaumeisterschaften schafften in den Disziplinen Perkussions-Pistole, Perkussions-Revolver, Perkussions-Gewehr, Steinschloss-Pistole und Steinschloss-Gewehr Robert Wallner, Karl Heinz Münch, Werner Bley, Florian Schwarzenböck und Michael Wimmer erste Plätze. In den oberbayerischen Meisterschaften hatte Christoph Laschka mit dem Revolver das beste Ergebnis mit Rang fünf. Siebte Plätze erzielten Karl Heinz Münch, Arnulf Sachseder, Robert Wallner und Florian Schwarzenböck. Jakob Herzog einen zehnten Platz. Die besten Platzierungen bei den bayerischen Meisterschaften landeten Christoph Laschka, Karl Heinz Münch und Arnulf Sachseder.
Ein hauchdünnes Plus verbuchte Kassier Arnulf Sachseder. Hauptausgaben bilden die Abgaben an den Bayerischen Schützenbund.
Gauschützenmeister Helmut Schwarzenböck meldete aus einer Bezirksversammlung, dass sich das Ablegen der „Pulverscheine“ für Schwarzpulverschützen und Wiederlader im Aufwärtstrend befinde. Das sei als Signal für die Traditionsdisziplinen zu werten: „Vielleicht kommt wieder eine Generation, der das gefällt.“ Wichtig für den Schützengau Wasserburg-Haag sei der Haager Schwarzpulververein, da er als „Exote des Schießsports“ das originale Schießen mit Pulver und Blei ausübe. Einen Appell landete Gauschützenmeister Helmut Schwarzenböck für das bevorstehende 100-jährige Gaujubiläum. Der Festausschuss bereite es mit einem „Riesenaufwand“ vor. Ein Novum bilde dabei der erstmals in der BSSB-Geschichte ausgeführte „Tag des Schießsports“.xy