Keine Einigung mit dem Bauamt

von Redaktion

Mehr als 3.000 Unterschriften für Kreisverkehr an der B15

Rott – Die Petition für einen Kreisverkehr an der Kreuzung der Bundesstraße B15 mit der Staatsstraße St2079 bei Rott hat inzwischen 2.700 Unterstützerinnen und Unterstützer erreicht. Trotz dieser Unterstützung aus der Bevölkerung konnte bei einem Gespräch zwischen den Freien Wählern Rott, der Gemeinde und dem Staatlichen Bauamt Rosenheim keine Einigung erzielt werden.

An dem Gespräch nahmen für die Gemeinde Rott Bürgermeister Daniel Wendrock sowie ein Vertreter des Bauhofs teil. Das Staatliche Bauamt Rosenheim war durch Hermann Streicher und Alexander Eisner vertreten. Für die Freien Wähler, (Initiatoren der Petition) nahm der Kreistagskandidat Nepomuk Poschenrieder teil.

Inhaltlich konnten die vom Staatlichen Bauamt vorgetragenen Argumente weder die Gemeinde noch die Freien Wähler überzeugen. Das Bauamt hält weiter an einer Ampel fest. „Die Argumentation des Bauamts erscheint aus unserer Sicht widersprüchlich“, erklärt Nepomuk Poschenrieder. „Einerseits wurde bestätigt, dass Ampelanlagen an Bundesstraßen wie der B15 unüblich sind und dass Kreisverkehre – etwa in Haag – sehr gut funktionieren. Andererseits soll ausgerechnet hier eine Ampel die vorzugswürdige Lösung sein.“

Nach Darstellung des Bauamts werde ein möglicher Rückstau auf der B15 höher bewertet als jener auf der Staatsstraße Richtung Griesstätt. Zudem seien Kreisverkehre lediglich marginal günstiger in der Herstellung. Ausschlaggebend sei letztlich eine bestehende Vorschrift, nach der an dieser Stelle aus Gründen der Wirtschaftlichkeit eine Ampellösung vorzuziehen sei. Weiter offen bleibt die Frage des Anschlusses der Kreisstraße RO 34, die rund 150 Meter weiter von der B15 abzweigt. Die Freien Wähler suchen nun einen unabhängigen Tiefbauingenieur, der Interesse hat, die Petition fachlich zu begleiten und den Variantenvergleich des Staatlichen Bauamts kritisch zu hinterfragen. Interessierte Fachleute werden gebeten, sich zu melden.

Das Gespräch verlief nach übereinstimmender Einschätzung in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre. Am Ende stand jedoch die klare Feststellung, dass weiterhin keine Einigkeit besteht.

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