Schnaitsee – Seit dem 13. Februar 1975 war Josef Oster aus Sandgrub Feldgeschworener für die Gemarkung Schnaitsee. Jetzt hört er aus Altersgründen auf. Für seine außerordentlichen Verdienste und für sein Engagement wurde er von der Gemeinde mit einer Dank- und Anerkennungsurkunde geehrt.
Bevor sein Nachfolger vereidigt wurde, erläuterte Bürgermeister Thomas Schmidinger das Wirken eines Feldgeschworenen und nannte dazu das „Siebenergeheimnis“. Das „Siebenergeheimnis“ ist ein mündlich überliefertes Geheimwissen der bayerischen Feldgeschworenen, das ihnen ermöglicht, die Echtheit und korrekte Lage von Grenzsteinen zu überprüfen, indem sie spezielle, geheime Zeichen an den Steinen erkennen und anwenden können. Es ist ein fester Bestandteil dieses ältesten kommunalen Ehrenamts in Bayern. Es wird nur mündlich weitergegeben und muss zeitlebens geheim gehalten werden.“ In diesem Sinne wurde Johann Scheitzeneder aus Sandgrub vereidigt. Er gab seinen Schwur auf die Verfassung Bayerns mit dem Zusatz „So wahr mir Gott helfe“ ab. Josef Oster und Johann Scheitzeneder wurden von den Ratsmitgliedern und den Zuhörern mit viel Applaus bedacht.
Vorentwurf für
Außenanlagen
Tizian Weigl vom Büro Mühlbacher Hilse stellt im Rat den ersten Vorentwurf der Außenanlagen des neuen Kinderhauses vor. Kernpunkte dabei waren auch eine barrierefreie Erschließung, mehrere multifunktionale Flächen, die Erhaltung des Beach-Volleyballplatzes und eine naturnahe Gestaltung der Spielmöglichkeiten. In rund 20 Vorschlägen und Änderungswünschen aus dem Gremium ging es vor allem um das Minimieren von Steinmauern mittels Böschungen. Zudem sollte eine Spielfläche zum Fußballplatz hin entstehen und natürlich an allen Ecken und Enden gespart werden. Dazu sollte aber immer auch der erforderliche Pflegeaufwand der Flächen im Hinterkopf sein. Weigl versicherte, dass auf eine Lösung hingearbeitet wird, mit der am Ende alle zufrieden sind. Auf Nachfrage von Fritz Erl wurde eine erste Kostenschätzung auf 540.000 Euro für die Erstellung der Außenanlagen genannt. Der Rat beschloss bei einer Gegenstimme von Rosina Maron (Ui), dass auf dem entsprechend überarbeiteten Entwurf für die weiteren Planungsschritte aufgebaut werden kann.
Zur Einbeziehungssatzung des Ortes Kreuzstraße behandelte der Rat die eingegangenen Stellungnahmen. Die Träger öffentlicher Belange sahen keinen Grund zu einer Stellungnahme. Bei der öffentlichen Auslegung wurde eine Stellungnahme durch Gabriele Niederberger abgegeben. Diese wurde zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass durch den Erlass das bestehende privatrechtliche Geh- und Fahrtrecht für das Grundstück 588/7 unberührt bleibt. Einstimmig wurde der Feststellungsbeschluss gefasst.
Neue Satzung
für Regionalwerk
Da mit den Gemeinden Eiselfing, Höslwang, Riedering und Wonneberg vier neue Trägerkommunen in das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel aufgenommen wurden, musste die neue Unternehmenssatzung bestätigt werden. Einstimmig wurde das durch den Gemeinderat beschlossen. Dazu wurde der Bürgermeister ermächtigt, die Unterzeichnung vorzunehmen.
Marcus Scherr möchte, dass die Höhe und der Zeitpunkt für die Zahlung der Verbesserungsbeiträge für den Neubau der Hochbehälter früh genug bekannt gegeben werden. „Hier werden Beträge fällig, die nicht jeder so mir nichts dir nichts zur Verfügung hat. Da muss man sich vorbereiten können. Maria Dirnaichner fragte noch einmal zur eingestellten Buslinie nach Wasserburg nach. Schmidinger musste dazu leider bekennen, dass Schnaitsee wohl so im Schnittpunkt mehrerer Landkreise eine benachteiligte Gemeinde sei. „Aber das ist nicht die einzige eingestellte Linie. Mehrere defizitäre Buslinien wurden eingestellt.“