„Wir wollen erinnern an das Grauen, aber gleichzeitig mahnen, wie wichtig es ist, dass so etwas nie wieder passiert“, betonte Bürgermeister Michael Kölbl am Dienstag am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Traditionell wird am 27. Januar bundesweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht – so auch in Wasserburg. Es war der 27. Januar 1945, als das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der sowjetischen Roten Armee befreit worden war. Gut 100 Besucher hatten sich anlässlich des Gedenktags am Heisererplatz eingefunden, um die Worte des Bürgermeisters zu hören und auch die der Landtagsabgeordneten Sebastian Friesinger (CSU) und Josef Lausch (Freie Wähler) sowie die von Professor Peter Zwanzger und Dr. Karsten Jens Adamski vom kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Kölbl dankte dem Bläserquartett der Stadtkapelle, das für die Umrahmung der Veranstaltung sorgte. Kölbl verwies auf Patienten und Zwangsarbeiter als Mordopfer der Willkürherrschaft, nannte aber auch Kommunalpolitiker der SPD und der Bayerischen Volkspartei beim Namen, die aufgrund ihrer politischen Einstellung kaltgestellt worden waren. „Ich will damit deutlich machen, wie schnell sich eine Diktatur damals verfestigt hat.“ Es komme darauf an, die Würde eines jeden Menschen zu achten, so der Bürgermeister. Fotos / Text Weithofer