Obing – Nach mehr als zwei Jahrzehnten in leitender Verantwortung in der Kommunalverwaltung hat Thomas König-Greisl Ende Januar die Verwaltungsgemeinschaft Obing verlassen und sich beruflich neu orientiert. Der fast 54-Jährige wechselt als Kämmerer nach Fridolfing im Osten des Landkreises Traunstein.
Leitung
und Organisation
König-Greisl hatte mit Amtsantritt am Dienstag, 1. September 2020, als Nachfolger von Ludwig Mörner die Geschäftsleitung im Obinger Rathaus übernommen. Sein Aufgabenbereich umfasste die Leitung und Koordination der Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Obing, Pittenhart und Kienberg sowie die Leitung und Organisation der Verwaltung in rechtlicher und verwaltungstechnischer Hinsicht. Ab September 2022 übernahm er zusätzlich kommissarisch den Posten des Kämmerers, bis am Dienstag, 1. April 2025, Christian Pis diese Funktion fest übernahm. Pis war zu Jahresbeginn 2025 in die Verwaltungsgemeinschaft Obing gekommen und hatte bis April das Amt des stellvertretenden Kämmerers inne. Mit Datum Dienstag, 1. April 2025, wurden die Rollen getauscht, seither fungierte König-Greisl als Stellvertreter.
Zu den Aufgaben des Geschäftsleiters gehörten nach Angaben der Verwaltungsgemeinschaft unter anderem die Ladungsbesprechungen für die jeweiligen Gemeinderatssitzungen mit den Bürgermeistern Sepp Huber (Obing), Sepp Reithmeier (Pittenhart) und Hans Schmidhuber (Kienberg). Bei speziellen Tagesordnungspunkten unterstützte er die Bürgermeister, übernahm teilweise die Protokollführung in den Sitzungen und war im Anschluss für die Ausarbeitung der Niederschriften sowie die Begleitung der Bearbeitung und Umsetzung der Beschlüsse durch die Verwaltung verantwortlich. Diese Aufgaben stellten nach Einschätzung der Verwaltungsgemeinschaft eine große Herausforderung an Arbeitseinsatz und Verantwortung dar.
Berufliches und Privates
in Einklang bringen
Mit der Heirat im September 2025 änderte sich für König-Greisl nicht nur der Familienname von König zu König-Greisl, die Hochzeit brachte auch eine neue Lebenssituation mit sich. Wie er mitteilt, biete ihm die neue Tätigkeit bessere Möglichkeiten, Berufliches und Privates in Einklang zu bringen. Nach über 20 Jahren im Dienst als Geschäftsleitung und Kämmerer und 38 Jahren im Dienst der Verwaltung dürfe es etwas ruhiger werden, insbesondere mit Blick auf die zahlreichen abendlichen Sitzungstermine.
In seiner Zeit als Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Obing liefen nach Angaben der Verwaltungsgemeinschaft rund 100 Millionen Euro über seinen Schreibtisch. Im Fokus des Geschäftsleiters standen dabei stets transparente und funktionelle Planungen sowie die Prioritäten der einzelnen Gemeinden. König-Greisl sei es wichtig gewesen, als Teil der öffentlichen Verwaltung den Bürgermeistern, Kollegen und Bürgern der Gemeinden gerecht zu werden. Gedanken der Dankbarkeit für die Zeit in Obing und für das gute Miteinander mit Bürgermeistern, Gemeinderäten, Kollegen sowie Vertrags- und Geschäftspartnern würden ihn beim Abschied begleiten, wie er erklärt. Neben allen Herausforderungen habe er viel dazugelernt, was er nach eigenem Bekunden nicht missen möchte.