Wasserburg – Wer hätte das gedacht? Was im vergangenen Schuljahr an der Mittelschule Wasserburg – damals noch als 8a – eher zögerlich begann, endete wenige Monate später mit einem großen Erfolg: Die Klassen 9a und 9b gehören zu den Gewinnern des Schülerwettbewerbs „bahnbrechend“, bei dem sich alles um die Mobilität der Zukunft dreht.
Gemeinsam machten sich die Schüler auf die Spurensuche: „Wie nutzen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule eigentlich die Bahn? Kennen die Schüler die alte Bahnlinie am Inn entlang? Warum fahren manche den Weg zwischen Wasserburg Stadt und Wasserburg Bahnhof – sagen wir mal – eher ungern? Und was müsste passieren, damit sich das ändert?“ Mit Neugierde, Fragebögen, Recherche, Gesprächen und einer guten Portion Fantasie gingen die Schüler diesen Fragen nach. In diesem Zusammenhang besuchte die Klasse auch das Wasserburger Stadtarchiv, wo es dank Matthias Haupt einiges über die Geschichte der Wasserburger Bahn zu erfahren gab. Besonders spannend: Die Schüler beschäftigten sich mit Ideen für die alte Bahnlinie zwischen Reitmehring und Wasserburg Stadt – ein Stück Infrastruktur, das spannendere Zukunftspläne verdient, als bloß vor sich hinzudämmern. Der Abgabetermin war der 1. August 2025, und nach Wochen des Wartens erhielten die Klassen 9a und 9b kurz vor den Weihnachtsferien die Einladung zur Preisverleihung des Schülerwettbewerbs „bahnbrechend“. Die Preisverleihung fand in München, im Technik-Forum Knorr-Bremse AG statt. Vier Schüler der Klasse 9a, die Klassenleiterin Barbara Golla, Rektorin Maria Albert, und Konrektor Martin Stümpfl, konnten den Preis in Empfang nehmen. Die Schüler durften dabei den Wettbewerbsbeitrag Christian Bernreiter dem Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, sowie Vertretern der beteiligten Firmen und natürlich den anderen Preisträgern kurz präsentieren. Die Mittelschule Wasserburg konnte das Preisgeld von 500 Euro und einen Pokal als Sieger in der Kategorie „bahnbrechend genial“ in Empfang nehmen.