Maitenbeth – Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen, seit sich in Maitenbeth eine kleine Gruppe erstmals getroffen hat, um zu lernen und um zu trainieren, wie man trittsicher durch das Leben geht. Ins Leben gerufen wurde das Programm „Trittsicher in die Zukunft“ in Maitenbeth von der damaligen Ortsbäuerin Hildegard Köpernik zusammen mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) und geleitet und durchgeführt bis zum heutigen Tag von Margit Schulte aus Erding.
Im Laufe der Jahre wurde die Gruppe immer größer. Auch die Corona-Zeit überstand sie gut und konnte diese mit der Durchführung eines Online-Programms überbrücken. Heute trifft sich die große Gruppe der Teilnehmer regelmäßig am Donnerstag um 9 Uhr im Pfarrheim, um sich fit zu halten bis ins hohe Alter. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu stürzen immer mehr. Laut Bundesinitiative für Sturzprävention fallen mehr als ein Drittel der über 65-Jährigen mindestens einmal im Jahr hin. Oft hat das einschneidende körperliche und psychische Folgen. Um dem vorzubeugen, sollten die Menschen Balance und Kraft trainieren, um sich für den Alltag stark zu machen. „Trittsicher in die Zukunft“ wurde vom Deutschen Landfrauenverband (DLV), dem Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart, dem Deutschen Turner-Bund (DTB) und der SVLFG initiiert und basiert auf neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Ziele des Trainings sind die gezielte Förderung von Gleichgewicht, Kraft und Beweglichkeit, Stürzen vorzubeugen, die Gangsicherheit zu verbessern und die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten. Gleichzeitig stärkt das Training das Vertrauen in die eigene Mobilität und bietet Gelegenheit zu sozialen Kontakten. „Wer regelmäßig übt, ganz gezielt bestimmte Muskelpartien stärkt und Gleichgewicht und Koordination schult, stürzt weniger, und wenn doch, sind die Verletzungsfolgen meist nicht so gravierend“, sagt Prof. Clemens Becker, Chefarzt der Geriatrie am RBK. „Zehn Jahre haben die Teilnehmer es mit mir jetzt schon ausgehalten“, sagt Trainerin Margit Schulte. „Wir teilen nicht nur Sportliches, sondern auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Auch wenn nicht jede Übung sofort glückt, lassen wir uns davon schon lange nicht mehr verrückt machen. Manchmal gibt es leider auch Trauriges zu verarbeiten, was in der Gruppe dann leichter fällt. Ich hoffe sehr, dass wir noch einige Jahre zusammen sportlich aktiv sein können. Für mich ist die Gegend Maitenbeth/Rechtmehring auch ein wenig zur Heimat geworden, denn ich habe als Kind kurze Zeit in Marsmeier gelebt“, so Schulte.
Kassen
übernehmen Kosten
Mittlerweile sind die Kurse auch durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) geprüft und zertifiziert, somit werden bis zu 100 Prozen der anfallenden Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, was die Teilnehmer sehr zu schätzen wissen.
Am Samstag, 28. Februar findet anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ein gemeinsames Frühstück im Pfarrheim statt.