Babensham – In der Jahresauftaktsitzung des Babenshamer Gemeinderates stimmten die Gemeinderäte zunächst dem Protokoll der vergangenen Sitzung im Dezember 2025 zu. Zu Beginn der Januarsitzung freute sich Bürgermeister Josef Huber über die zahlreichen Bauanträge, die erkennen lassen, dass trotz schwierigerer Rahmenbedingungen ein ausgeprägter Wunsch zur Verwirklichung der eigenen vier Wände besteht.
Neubau, Ausbau
und Erweiterung
Die Gemeinderäte stimmten acht Bauanträgen jeweils ohne Gegenstimme zu. Dazu gehörten der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Gemarkung Penzing im Baugebiet Babensham Süd II sowie die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Carport ebenfalls in diesem Baugebiet. Weiter wurden die Erweiterung einer bestehenden Werkshalle und der Anbau eines Wintergartens als Besprechungsraum in der Gemarkung Penzing im Baugebiet Babensham I genehmigt. Auch der Ausbau und die Erweiterung landwirtschaftlicher Lagerräume zu zwei abgeschlossenen Wohneinheiten inklusive Einbau eines Quergiebels sowie die Errichtung eines Carports in der Gemarkung Loibersdorf fanden Zustimmung.
Ein Antrag auf Vorbescheid zum Rückbau und zur Neuerrichtung eines Betriebsleiterhauses mit Wohnräumen für einen Familienangehörigen und zwei Auszubildende in der Gemarkung Penzing wurde ebenfalls befürwortet, ebenso wie die Erweiterung der bestehenden Heizhalle zum Lagern von Hackschnitzeln in der Gemarkung Penzing. Zwei weitere Neubauten von Einfamilienhäusern mit Doppelgarage beziehungsweise Garage in den Gemarkungen Loibersdorf und Penzing erhielten ebenfalls grünes Licht.
Im Zusammenhang mit den zahlreichen Bauanträgen erwähnte Bürgermeister Huber die große Zahl von 55 Interessenten aus der Gemeinde Babensham, die in nächster Zeit den Erwerb eines Baugrundstücks anstreben. Dazu kommen noch 15 auswärtige Interessenten, die aktuell nicht berücksichtigt werden können, da kein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht.
Im weiteren Verlauf der Sitzung befassten sich die Räte mit der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung für das Jahr 2024. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Paul Wimmer, konnte dabei der Verwaltung eine einwandfreie Kassenführung bestätigen. Die wesentlichen Eckdaten sind ein Verwaltungshaushalt von 7,83 Millionen Euro und ein Vermögenshaushalt in Höhe von 3,85 Millionen Euro, was einem Gesamthaushalt von 11,8 Millionen Euro entspricht. Hierzu wurde angemerkt, dass die Gemeinde im Jahr 2024 keine neuen Kredite aufnahm. Es seien ausreichend Rücklagen vorhanden, sodass der scheidende Bürgermeister die Geschäfte beruhigt an seinen Nachfolger übergeben könne.
Gleichzeitig erfolgte der Hinweis, wonach die Abrechnung des Neu- und Erweiterungsbaus der Kinderkrippe und des Kindergartens erst geprüft werden kann, wenn die Maßnahme abgeschlossen ist. Aufgrund eingetretener Unwägbarkeiten, wie einem Wasserschaden sowie aufgetretenen Problemen mit dem Pflasterbelag, verzögert sich die Prüfung der Endabrechnung.
Ein weiteres Zahlenwerk bildete die Vorlage des Beteiligungsberichts an der kommunalen Wohnbaugesellschaft Babensham (KWB). Die Gesellschaft hat das Ziel, der örtlichen Bevölkerung Wohnraum zu wirtschaftlich und sozial vertretbaren Bedingungen zu beschaffen. So konnten im Jahr 2025 alle neun Bauparzellen im Baugebiet „Babensham Süd II“ veräußert werden. Die KWB erzielte im Jahr 2024 ein Jahresergebnis von 119.000 Euro, das in voller Höhe auf das Folgejahr übertragen wird.
Für die Zukunft ergibt sich für die Gemeinde die Herausforderung, alleinlebenden Personen, und dabei insbesondere Senioren, aber auch jungen Menschen, entsprechende Wohnmöglichkeiten anzubieten. Hier zeigt sich ein großer Nachfragemarkt, dem kaum Angebote gegenüberstehen. Dieser Sachverhalt ist in der Langfristplanung der KWB enthalten; im Jahr 2024 wurde ein Grundstück im Ortskern von Babensham erworben.
Die Nachbargemeinde Unterreit erbat die Zustimmung bezüglich einer Änderung des Flächennutzungsplans in Bezug auf den Wildpark in Oberreith. Angesichts der weiteren Steigerung der Besucherzahlen sollen zusätzliche Parkplätze geschaffen werden, um ein „Wildparken“ an der Staatsstraße 2092 zu vermeiden. Hierzu gibt es von Babenshamer Seite keinerlei Einwände.
Im abschließenden Teil der allgemeinen Bekanntmachungen wurde erwähnt, dass in diesem Jahr der Winterdienst hauptsächlich durch Streudienst beansprucht wurde; es mussten 200 Tonnen Streusalz nachgekauft werden, um das Gemeindestraßennetz weitgehend eisfrei zu halten. Die Einstellung der Buslinie von Trostberg nach Wasserburg mit den betroffenen Schülern in Kling rief Unverständnis im Gemeinderat hervor; es gibt hier auch keine Möglichkeit, auf die wirtschaftliche Entscheidung des Anbieters Einfluss zu nehmen. Die beförderungspflichtigen Schüler werden nun von einem Schülerexpress von Kling nach Kirchensur und von dort weiter nach Wasserburg befördert.
Nach den Sommerferien
geht es weiter
Bezüglich des überfälligen Ausbaus der Staatsstraße 2092 im Bereich Griesmeier/Irlham gab es nun die Information, wonach es nach den Sommerferien mit dem Ausbau weitergeht. Es wurde ein neues Ingenieurbüro beauftragt und es werden Mittel aus dem „Sondervermögen“ des Bundes eingesetzt. Insgesamt sollen die ursprünglich geplanten Kosten sogar unterschritten werden, da zum Beispiel im Bereich Irlham lediglich „überteert“ werden soll, anstatt die Straße komplett neu zu bauen.