Rücklagen sollen deutlich steigen

von Redaktion

Verwaltungsgemeinschaft Maitenbeth plant Haushalt mit 1,17 Millionen Euro

Maitenbeth – Über den neuen Haushalt sowie über bisherige Zahlen und Prüfungen sprachen die Gemeinderäte aus Maitenbeth und Rechtmehring in der vergangenen VG-Sitzung. Der Verwaltungshaushalt für 2026 umfasst nahezu 1,1 Millionen Euro und erreicht im Vermögenshaushalt 77.000 Euro. Der Gesamthaushalt beläuft sich somit auf 1,17 Millionen Euro. Diese Zahlen stellte Kämmerin Sandra Köbinger vor.

Nach dem ungedeckten Bedarf ergibt sich daraus eine Umlage von 175 Euro je Einwohner, 15 Euro weniger als im Vorjahr. Aufgrund der Preissteigerungen werden in den Folgejahren allerdings bis zu 190 Euro erwartet. Den Zahlen liegen 2.071 Einwohner aus Maitenbeth und 2.106 aus Rechtmehring zugrunde. Damit führt die Mitgliedsgemeinde Rechtmehring erstmals bei der Zahl der Einwohner an.

Hohe Kosten für
Personal und EDV

Nach Plan soll die Rücklage von 66.000 Euro auf 145.000 Euro steigen. Große Posten in den Ausgaben betreffen die EDV und die Personalkosten. Im Vermögenshaushalt stehen 8.000 Euro, unter anderem für zwei Computer. Aus der Rücklage erhält der Verwaltungshaushalt 69.000 Euro. Unterm Strich ergibt sich ein ungedeckter Bedarf von 730.900 Euro. Mit Blick auf andere Verwaltungsgemeinschaften wusste Sandra Köbinger, dass Maitenbeth von der Umlage her im Vergleich „so weit ganz gut“ dastehe. Der Beschluss zur neuen Haushaltssatzung fiel einstimmig.

Auf dem Tisch lag auch die Jahresrechnung aus dem Jahr 2024 mit den über- und außerplanmäßigen Ausgaben. Der Verwaltungshaushalt war mit einer Million Euro kalkuliert und verzeichnete ein Plus von 20.000 Euro. Auch der Vermögenshaushalt stieg von knapp 12.000 Euro auf 28.000 Euro. Diese Summe sei in die Rücklage geflossen. 28 Haushaltsstellen waren überplanmäßig belastet, jedoch erforderten aufgrund der geringen Höhe der Summen nur zwei eine Bestätigung durch den Rat. Dies betraf die EDV mit 6.900 Euro und Tariferhöhungen für die Beschäftigten mit 5.000 Euro. Zum Ende des Jahres hat sich die Rücklage auf 74.000 Euro erhöht, angenommen waren 50.000 Euro. Die Zahlen sind zur Kenntnis genommen und die Ausgaben einstimmig genehmigt worden.

Die örtliche Rechnungsprüfung für die Jahre 2023 und 2024 war fast eine Formsache. Die Räte Irmgard Daumoser, Alois Kainz, Anton Hanslmaier und Jakob Moser prüften die Finanzen und fanden „einen sorgsamen Umgang“ mit den Geldern vor. Einzig die Anlagebuchhaltung ist bemängelt worden. „Das ziehen wir schon seit Jahren mit“, erklärte die Kämmerin. Doch nun sei Abhilfe in Sicht, da eine Mitarbeiterin Kurse belegt und dafür erforderliches Wissen erworben habe. Ohne Gegenstimme ist das Ergebnis festgestellt und die Entlastung ausgesprochen worden. Die überörtliche Rechnungsprüfung der Jahre 2022 bis 2024 durch das Landratsamt ergab lediglich als Kritik den Zeitpunkt zur Aufstellung des Haushaltes. Dies soll bereits im November des Vorjahres geschehen. In den vergangenen Jahren erfolgte dies in den ersten beiden Monaten des Jahres, teilte VG-Vorsitzender Thomas Stark mit.

Einhaltung der Fristen
wird angestrebt

Allerdings, hielt er weiter fest, verweise die Kommunalaufsicht darauf, dass bedeutende Einnahmen bereits kalkulierbar sein sollten, und das sei im November kaum der Fall. Einstimmig nahmen die Räte den Bericht zur Kenntnis und hielten fest, dass die Einhaltung der Fristen anzustreben sei.

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