Georg Reinthaler vor dritter Amtszeit

von Redaktion

2014 zum ersten Grünen-Bürgermeister im Landkreis gewählt

Eiselfing – 2014 hat Georg Reinthaler kommunalpolitische Geschichte in der Region geschrieben: Als erster Grünen-Kandidat im Landkreis Rosenheim überhaupt schaffte er es auf einen Bürgermeister-Sessel, als sich der damals erst 29-Jährige in der Stichwahl gegen seinen CSU-Widersacher Peter Windmaier durchsetzte.

Nun strebt der Eiselfinger Bürgermeister seine dritte Amtszeit an. Einen Gegenkandidaten hat Reinthaler – wie schon 2020 – auch diesmal nicht. Er wird am 8. März allein auf dem Stimmzettel für die Bürgermeisterwahl stehen. Dabei tritt er neben den Grünen auch für die SPD an.

Wir haben Georg Reinthaler gefragt: Was wollen Sie in und für Eiselfing weiterhin bewegen? Hier ist seine Antwort.

Reinthaler: Ich bewerbe mich um eine dritte Amtszeit, weil ich meine Heimatgemeinde Eiselfing als Bürgermeister weiterhin aktiv mitgestalten möchte. Dabei soll auch in den kommenden sechs Jahren, wie bislang, die überparteiliche Zusammenarbeit mit den drei im Gemeinderat vertretenen Listen im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit einer kompetenten Verwaltung im Rathaus lassen sich die anstehenden Herausforderungen im Sinne der Bürger angehen.

Ein zentrales Projekt wird und muss dabei die Dachsanierung an unserer Grund- und Mittelschule mit den damit zusammenhängenden Bauarbeiten sein. Diese umfangreiche Maßnahme stellt eine enorme finanzielle Belastung für den Gemeindehaushalt dar und wird sich über viele Jahre hinweg auswirken.

Die Feuerwehr Schönberg benötigt einen baulichen Ersatz für ihr marodes Gerätehaus und von der Glasfasererschließung sollen zeitnah alle Bürger im Gemeindegebiet profitieren. Selbstverständlich liegt es im Interesse der Kommune, das aktuell entstehende, privat betriebene Nahwärmenetz in Eiselfing und Bachmehring weiterhin zu unterstützen.

Zusätzlicher Wohnraum für Familien, Standorte für seniorengerechtes Wohnen und eine verträgliche Ortsentwicklung mit Gewerbeflächen sind ebenso Zukunftsthemen wie Kinderbetreuungsplätze oder Nachmittagsbetreuung an der Grundschule. Letztere sind vom Staat vorgegebene Pflichtaufgaben der Kommunen und bringen, kombiniert beispielsweise mit der aufzubringenden Kreisumlage, auch die Gemeinde Eiselfing längst an ihre finanzielle Leistungsgrenze.

Mir ist es vom ersten Tag an im Bürgermeisteramt immer wichtig gewesen, die Bürger ehrlich und verständlich über die Gemeindeentwicklung zu informieren. Auch wenn das in diesen Zeiten bedeutet, dass gewünschte Projekte verschoben werden müssen oder eventuell gar nicht realisierbar sind. Unverzichtbar ist es deshalb, die starken ehrenamtlichen Strukturen in unserer Heimatgemeinde finanziell und organisatorisch zu unterstützen – damit sich die Bürger wahr- und ernst genommen fühlen.

Steckbrief

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