Haag – Die Atemtherapiegruppe organisierte vor 25 Jahren Chefarzt Dr. Hubert Dötterl in ehrenamtlichem Engagement. Einsparungen im Gesundheitswesen hatten dazu geführt. So half Raiffeisenbankchef Georg Suittenpointner mit einer Finanzspritze. Anerkennung erfuhr Haag als schlafmedizinisches Zentrum.
Das Porträt des Tages im Januar 2001 ehrte Florian Trautbeck für seinen 35-jährigen Einsatz in der Arbeiterwohlfahrt Haag. Bis dato war er auch in der Kommunalpolitik als Gemeinderat eifrig unterwegs.
Überraschend
hohes Echo
Den Neujahrsempfang führte damals Bürgermeister Hermann Dumbs ein. Er hatte mit 260 Besuchern ein „überraschend hohes Echo“, mit dabei damals schon die Kaminkehrer wie Franz Reich als Glücksbringer.
Die Windener Jakobi-Schützen pflegten noch ihren Verein und kürten mit Zithermusik Hubert Dörfler als Schützenkönig im Gasthaus Spagl in Brand. Doris und Stefan Brandt hatten eine Erinnerungsscheibe mit dem Motiv des Kastanienbaums des Dorfwirts anfertigen lassen. 1186 Mitglieder zählte der Arbeiter-Kranken-Unterstützungs-Verein (AKUV). Zur Ehrung in den „Hofgarten“ kamen die Baumgartner-Brüder Sim und Sepp.
Premiere feierte neben dem Festival der Erwachsenen das Kindergardefestival. 125 Mädchen und 16 Buben aus neun Garden tanzten. Die „Carambas“ glänzten bereits mit vier eigenen Garden. „Täglich ein gutes Stück vom Glück“ hieß es zum Traditionswechsel in der Bäckerei Glück, wo Walter Glück an Sohn Markus übergab.
„Spannend wie ein Abenteuerroman“ wurde der Vortrag von Historiker Rudolf Münch über das „in ganz Bayern berüchtigte Haager Fähnlein“ beurteilt. Ergänzungen brachten Gerhard Kramer mit Haager Militärgeschichte und Ludwig Meindl zur Muskete des Haager Regiments.
Dr. Dötterl lud zu seinem sechsten Krankenhausskilauf. Schnellste Dame war Renate Schedl. Hundesportvereinschef Reinhard Hoffmann verkündete: „Der Hundeführerschein wird Pflicht.“ So richtete der Verein sein Programm für Prüfungen und Turniere am vereinseigenen Hundesportgelände beim Freibad aus.
Statt des 26 Jahre alten Rüstwagens, der bereits Mängel aufwies, plante die Haager Feuerwehr Ersatz mit einem Löschfahrzeug LF 16/12 für neun Feuerwehrmänner.
„Großer Bahnhof“ für Pfarrer Heinz Prechtl meldete das OVB zu seinem 60. Geburtstag, der in großem Stil im Pfarrheim gefeiert wurde. Ganz Haag gratulierte, vor allem Vereine, Kirchen- und Gemeindeverwaltung. Da hatte Pfarrer Prechtl viele Dankesworte zu sagen „und fast hätte er daraus eine kleine Predigt gemacht“.
Noch gab es die Haager Wasserwacht. Sie lud alle jungen und alten Wasserratten zur Badedisco in das Hallenbad.
Volles Haus hatte „Haag aktiv“ zum „Bunten Abend“ im Bürgersaal. Mit seinem bekannten bayerischen Witz moderierte Schorsch Kurzmaier. Für Lachsalven sorgten die Sketche der „Haager Bühne“, darunter die „Flotte Lotte“ und die „Wilderer“ mit Robert Morawietz, Jack Jakel, Hans Furch, Walter Glück und Susi Kienzel.
Den musikalischen Schwung brachten „Gust & Franz“. Den Hauptpreis von 1.200 Euro gewann Lotte Neumann. xy