Steckbrief

von Redaktion

Wasserburg – Der Fachinformatiker Milan Matijevic (24) steht am 8. März 2026 als vierter Bürgermeisterkandidat auf dem Stimmzettel in der Innstadt. Er tritt für die Die Linke an. Wir haben Milan Matijevic gefragt: Was wollen Sie in und für Wasserburg besser machen, wenn sie als Stadtoberhaupt im Rathaus sitzen? Das ist sein Entwurf für Wasserburgs Zukunft.

Matijevic: Wasserburg hat viele Stärken, aber es ist leider nicht für alle Menschen eine gute Stadt. Zu viele werden verdrängt, abgehängt oder nicht mit einbezogen.

Genau das will ich ändern. Mein Anspruch ist ein Wasserburg, welches niemanden ausschließt. Unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft oder Lebensform.

Alle haben das Recht
auf ein gutes Leben

Im Mittelpunkt meiner Politik steht das Recht auf ein gutes Leben für alle. Das beginnt beim Wohnen. Bezahlbarer Wohnraum ist die soziale Frage unserer Zeit, auch in Wasserburg. Statt auf Marktlogik zu hoffen, braucht es eine klare kommunale Verantwortung: städtische Flächen für kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbau, ein verbindliches Leerstandsregister und eine Bodenpolitik, die Gemeinwohl vor Rendite stellt. Wohnen darf nicht mehr Spekulationsobjekt sein.

Eine Stadt, die Zukunft haben will, muss Kinder und Familien ernst nehmen. Ich kämpfe für kostenfreie, verlässliche Kinderbetreuung, starke Ganztagsangebote und spürbar bessere Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher. Gute Bildung und Betreuung dürfen nicht vom Geldbeutel abhängen, und gute Arbeit braucht gute Bezahlung.

Auch die Verkehrspolitik muss sich am Alltag der Menschen orientieren. Ich setze mich für einen öffentlichen, klimafreundlichen und barrierefreien Nahverkehr ein: mit dichterer Taktung, besserer Anbindung des Umlands und dem Erhalt der Altstadtbahnstrecke – für eine spätere Reaktivierung.

Anwohner-, Fuß- und Radverkehr brauchen endlich Vorrang vor dem Durchgangsverkehr.

Trotz angespannter Haushaltslage dürfen soziale und ökologische Aufgaben nicht gegeneinander ausgespielt werden. Fördermittel müssen konsequent genutzt, Kooperationen ausgebaut und Prioritäten offen diskutiert werden. Transparenz und echte Bürgerbeteiligung sind dafür Voraussetzung, kein Feigenblatt.

Ich kandidiere für ein Wasserburg, das nicht stehen bleibt, sondern sich verändert: solidarisch, streitbar und konsequent im Interesse der vielen, nicht der wenigen.

Milan Matijevic (Die Linke)

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