Schnaitsee – Wenn alles glatt läuft, wird das Seebad am Weitsee im Mai zu Saisonbeginn mit einigen Neuerungen in den Sommer starten. Beim zuletzt starkem Frost wurden der „Scherer-Steg“ und die Badeplattform aus dem See entfernt. Beide Einrichtungen entsprachen auch nicht mehr den Sicherheitsanforderungen. Bei der jüngsten Sitzung des Schnaitseer Gemeinderates beschlossen die Ratsmitglieder eine Erneuerung mit Schwimmstegen. Diese werden bei der Zimmerei Stocker geordert und sollen eventuell mit der neuen Hütte der Wasserwacht installiert werden.
Anschaffung eines
ähnlichen Geräts
Ebenfalls nicht mehr sicher ist das große Spielgerät mit Hängebrücke und Rutsche. Hier beschloss der Rat die Anschaffung eines ähnlichen Gerätes für rund 12.500 Euro.
Um diese Kosten für die Gemeinde zu minimieren, hatte Maria Dirnaichner den Antrag auf Einrichtung eines Spendenfonds gestellt. Dieser kommt aber aus rechtlichen Gründen nicht zustande. „Eine Lösung wäre die Gründung eines Fördervereins“ so Bürgermeister Thomas Schmidinger.
Nachdem im Rahmen der Ersatzlösung für die Schülerbeförderung von Waldhausen über Schnaitsee nach Wasserburg bereits mehrere wartende Schüler vergeblich den Bus zu ihrer Schule suchten, stand dieser Punkt im Gemeinderat zur Debatte. Dafür war der Sachgebietsleiter Sebastian Schallinger aus dem Landratsamt extra nach Schnaitsee gekommen. Er sei mit dem Auto gekommen, antwortete er auf die Frage des Dritten Bürgermeisters Christian Sewald, „denn Schnaitsee ist öffentlich nicht zu erreichen und wenn man da ist, kommt man nicht mehr weg.“ Schallinger berichtete, dass nach dem Bekanntwerden der Einstellung fieberhaft nach einer Lösung für den Transport der Schüler gesucht worden sei. Aber alle Bemühungen habe das Landratsamt in Rosenheim abgeblockt. „Da sich der Landkreis Rosenheim nicht mehr beteiligen wollte, mussten wir Notlösungen finden.“ Gefragt nach Lösungen bestätigte Schallinger den ständigen Kontakt mit Rosenheim: „Wenn es auf Verwaltungsebene nicht weitergeht, müssen wir die Politik einschalten.“
Dies sei in Schnaitsee schon geschehen: „Wir stehen im ständigen Kontakt mit Babenshams Bürgermeister Sepp Huber aus dem Landkreis Rosenheim, denn auch Schüler etwa aus Kling sind betroffen“, so Bürgermeister Schmidinger. Rosina Maron meinte lapidar: „Die Schüler sind bei dieser Sache immer die Leidtragenden, aber das zählt nicht.“ Am Ende der rund einstündigen Diskussion waren alle Ratsmitglieder mehr oder weniger frustriert über den Sachstand.
Zusammen mit den Gemeinden Tacherting, Engelsberg, Feichten, Kirchweidach und der Stadt Trostberg tritt Schnaitsee der neu zu gründenden Sportplatzpflegegemeinschaft bei. Angeschafft werden ein Aerifizierer, ein Striegel mit Nachsägerät, eine Multifunktionsbürste und der dazu benötigte Anhänger. Mit gut 8.000 Euro wird Schnaitsee an den Anschaffungskosten beteiligt. Einstimmig war der Rat für den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung. Bürgermeister Thomas Schmidinger gab bekannt, dass die Geheimhaltung über den Grundstückskauf zwischen der Gemeinde Schnaitsee und Manfred Ederer weggefallen sei und öffentlich gemacht werde.
Die Bürgerversammlung ist für den 9. April geplant.
Bundespräsident Walter Steinmaier möchte, dass der bundesweite Ehrenamtstag am 23. Mai auch in den Gemeinden gefeiert wird. Dazu will Schmidinger wieder einen Ehrenamtsabend in Schnaitsee veranstalten.
Wegen der geplanten Baumpflanzung am Marktplatz fand ein Termin mit der Städtebauförderung statt. Es gibt noch keine verbindliche Aussage, ob diese Baumpflanzung förderschädlich sein könnte.
Noch keine Erkenntnisse
zu Ölverschmutzung
Auf Nachfrage von Maria Dirnaichner zur Ölverschmutzung im Wasserschutzgebiet konnte Schmidinger berichten, dass laut Wasserwirtschaftsamt kein größerer Schaden entstanden ist. „Leider konnte bisher, auch durch die Polizei, kein Verursacher ausfindig gemacht werden. So bleiben wir auf den Kosten sitzen.“