Wasserburg – Das Burgerfeld und die Schüler des Beruflichen Schulzentrums in Wasserburg können aufatmen, zumindest scheint das Landratsamt Rosenheim auf einem guten Weg zu sein, das Parkplatzproblem rund um den Neubau der Fachoberschule/Berufsoberschule (FOS/BOS) zu lösen.
Wie berichtet, soll die Schule für 72 Millionen Euro neu gebaut werden. Das hatte der Kreistag Ende vergangenen Jahres beschlossen. Fraglich war bislang allerdings noch, wo die Schüler während der vierjährigen Bauzeit unterkommen sollen.
Auslagern oder
Parkplatzlösung?
Zwei Optionen standen bisher im Raum, zum einen ein Auslagern mancher Klassenzimmer in eine Gewerbehalle, zum anderen ein Container-Standort auf dem Schülerparkplatz. Vor allem zweitere Idee sorgte aber bei einigen Bewohnern im Burgerfeld für Kritik, die Sorge war, dass die ohnehin teils schon schwierige Parkplatz-Situation rund um die Ponschabaustraße noch einmal verschärft werden könnte.
Nun scheint aber klar: Die Container-Bauten auf dem Parkplatz wird es wohl nicht geben. Wie das Landratsamt Rosenheim auf Anfrage mitteilt, sei man „derzeit in der Planung, einen Teil der Berufsschulzweige und Teile der praktischen Ausbildung der FOS/BOS in eine Gewerbehalle an der Ecke Priener Straße/Dirnecker Straße für die Bauzeit auszulagern.“ Konkret sei geplant, dass die Berufsschulzweige Kfz-Mechatronik und Modellbau in die Interims-Zweigstelle verlagert würden. Der restliche Schulbetrieb solle am Standort in der Ponschabaustraße verbleiben.
Wie Landratsamts-Pressesprecherin Sibylle Gaßner-Nickl erklärt, könne dadurch ein Interimsbau für die Werkstätten im Burgerfeld vermieden werden, was sowohl aus Gründen der Nachhaltigkeit als auch der Wirtschaftlichkeit von Vorteil sei. Weiterhin könne mit dieser Lösung auch die Verkehrssituation im Burgerfeld entzerrt werden. Denn geplant sei auch, den Schülerparkplatz gänzlich aus dem Burgerfeld zu verlegen. Dafür würde eine Pendelverbindung mit Bussen zwischen Hauptstandort und Zweigstelle eingerichtet werden. Eine Anreise mit dem ÖPNV zur Ponschabaustraße wäre ebenfalls unverändert möglich, so Gaßner-Nickl.
Umzug noch in
den Sommerferien
Dabei könne das Ganze auch schon in absehbarer Zeit Realität sein, denn das Landratsamt drückt beim Neubau aufs Gas. Wie Pressesprecherin Gaßner-Nickl erklärt, befinde sich die Behörde derzeit in engem Austausch mit der Stadt Wasserburg. Vorausgesetzt der Bauausschuss der Stadt stimme in einer seiner kommenden Sitzungen zu, sei geplant, die Interims-Zweigstelle sogar noch dieses Jahr in Betrieb zu nehmen.
Wenn alles klappt, könnte der Umzug in den Interim-Standort dann in diesen Sommerferien erfolgen. Im Anschluss würde es direkt mit dem Abriss beziehungsweise Neubau losgehen, so Gaßner-Nickl.