Leserforum

„Erhalten und Bewahren“

von Redaktion

Zum Artikel „Projekt mit großen Hürden –Innsteg für Fußgänger und Radfahrer könnte am Naturschutz scheitern“ im Lokalteil:

Seit Gedenken ist die Kapuzinerinsel Teil der wildromantischen Flusslandschaft um Wasserburg. Der naturnahe Flusslauf mit der Kapuzinerinsel ist untrennbar mit Wasserburg verbunden und verleiht der Stadt seit Jahrhunderten ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Die Kapuzinerinsel mit ihrem Schwemmland im Osten sowie die flankierenden Uferstreifen des Inns sind FFH-Gebiet und damit europäisches Schutzgebiet. Zu diesem strengen Schutz kommt zusätzlich noch der nationale Biotopschutz. Dieses Naturerbe stellt einen ökologisch sehr bedeutsamen Lebensraum dar.

Eine Brücke mit Begegnungsverkehr für Fußgänger und Radfahrer unterliegt den gesetzlich normierten Ausbaustandards und erfordert große Fundamente mit Stützpfeilern, eine ausreichend große Fahrbahnbreite und eine durchlaufende Absturzsicherung. Zwei der Pfeiler sollen auf der Kapuzinerinsel errichtet werden. Bereits in der Bauphase sind erhebliche Eingriffe weit über die Brücke hinaus notwendig. Die Brücke muss in der Nacht beleuchtet und im Winter schnee- und eisfrei gehalten werden.

Das heutige naturnahe Erscheinungsbild des Flusslaufes wird dadurch bei Tag und auch bei Nacht tiefgreifend verändert werden. Für mich gehört zu allen politischen Bemühungen um eine gesunde Weiterentwicklung unserer Stadt auch der Respekt vor unseren Schutzgütern dazu. Das Erhalten und Bewahren von geschützten Landschaften vor den vielen Begehrlichkeiten ist eine der wichtigsten politischen Aufgaben unserer Zeit.

Max Finster,

Reitmehring

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