Lagerhalle neben Kapelle

von Redaktion

Gemeinderat Eiselfing gibt grünes Licht – Abstandsflächen bleiben gewahrt

Eiselfing/Hebertsham – Im Weiler Hebertsham an der südöstlichen Gemeindegrenze und nahe der Bundesstraße 304 beantragt ein Bauwerber den Neubau einer privat genutzten Lagerhalle mit einem Waschraum im Obergeschoss. Da der Weiler nach dem Innenbereich entsprechend dem Paragrafen 34 der Bayerischen Baugesetzgebung zu beurteilen ist, sieht der Amtsgeschäftsführer und zugleich Bauamtsleiter, Laurentius Fischer, eigentlich baurechtlich keine Probleme. Eigentlich, denn in der Nachbarschaft steht auf einer eigenen Flurnummer die kleine Weilerkapelle.

Die Kapelle ist der „Weihe (Krönung) der Gottesmutter Maria“ gewidmet. In ihr befindet sich eine barock anmutende Dreifaltigkeitsgruppe, allerdings ohne Marienfigur. Mittelpunkt des Altars ist eine stehende Madonna mit Kind, die von einer dicken Farbschicht gefasst ist. Fachleute schätzen die Kapelle auf das Ende des 19. Jahrhunderts. Das Denkmalschutzamt meint, wie in der öffentlichen Sitzung zu hören war, dass sich der Lagerhallenbau auf das Erscheinungsbild der Kapelle auswirkt. Besonders deshalb, weil die Dachoberkante nach der Meinung des Landratsamtes mit der jetzigen Planung das Kapellendach um 1,80 Meter überragen würde, was nach der Aussage des Bauwerbers aufgrund der vorgesehenen Grundstücksveränderung jedoch „so nicht sein wird“. Der Bauwerber erkennt den Wert der Kapelle für das Dorfbild und die Dorfbewohnerschaft „selbstverständlich“ an. Er meint aber, man müsse sich das Vorhaben zunächst mit dem Landratsamt, also mit der Baubehörde und dem Denkmalschutz, einmal bei einem Ortstermin genauer anschauen. Dann könnten beide Seiten ihre Vorstellungen einbringen. Bei der Ausführung der Fassaden gäbe es beispielsweise durchaus Vorschläge, „über die gesprochen werden kann“, war da herauszuhören. Der Eiselfinger Gemeinderat selbst hat dem Antrag schon einmal sein einstimmiges Einvernehmen erteilt. Zumal die Abstandsflächen eingehalten werden und das kleine christliche Kleinod in seinem Bestand und mit den beiden Bäumen rechts und links erhalten bleibt.bua

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