Haag – Der unsinnige Donnerstag in Haag war fest in Schäfflerhand. Nach einem anstrengenden Auftrittstag im Zentrum bei den Geschäftsleuten war das Sanitätshaus Sax als finale Szene wohlweislich ausgesucht. Eine stattliche Menge Schaulustiger erwartete den Anmarsch der Truppe zu den Marschklängen der Ramsauer Trachtenblaskapelle.
Mit Schwung ging es dann in die letzte Darbietung. Schäfflermeister Sepp Herzog leerte zum Wohl aller Anwesenden sein Schnapsglas nach dem Reifenschwung. Oberkasperl Karin Lipp adressierte an den Hausherrn Thomas Sax ihr Sprücherl und sagte unter anderem: „Ob Bandagen oder Rollator, da Klapperl is da Sanitäts-Terminator. Hoog aktiv, Feierwehr oder Raiffeisenbank, bei olle im Hooger Land is er bekannt.“
Dann stürmten die Schäffler, die aufgrund der Witterung erstmals ihre Regenkleidung tragen mussten, die trockene und warme Schusterwerkstatt im Rückgebäude des Haager Sanitätshauses.
Auf eine stärkende Brotzeit hin kamen dann schon wieder alle in Fahrt. Die etwas kleinere Formation der „Ramsauer Musiker“ spielte an und die Vorsänger der Schäffler starteten ihr Liederrepertoire mit bekannten Gassenhauern wie „Was geht das uns an?“ Dazu gehörte natürlich auch das spezielle Haager Schäfflerlied: „Mia san de Hooga Schaffla und tanzn eng wos vor, damit’s wos habt’s zum Gaffa und mia ham wos zum Doa.“ Die Werkstatt, voll besetzt an Steh- und Biertischen mit Tänzern, Kasperl, Marketenderinnen, Musikern und geladenen Gästen, brummte. Nur ab und zu gab es einen Dämpfer, als ein schlimmes Gerücht umging: „S’Bier is aus!“ Doch wer bei dieser Feierlaune sein Hirn noch eingeschaltet hatte, wusste, dass dies einem Gastgeber wie Thomas Sax wohl nie passieren könnte. xy