Zeitgenössische Kunst zu Schnäppchenpreisen

von Redaktion

AK68 verkauft Werke aus Fundus – Erlös trägt zur Sanierung des Ganserhauses bei

Wasserburg – Zeitgenössische Kunst zu Schnäppchenpreisen kann ab Sonntag in der Galerie im Ganserhaus erworben werden. Der Verkauf soll Geld in die Kasse des Arbeitskreises 68 spülen, denn der Kunstverein muss sich mit 68.000 Euro an den Sanierungskosten des historischen Gebäudes beteiligen.

Ein historisches Gebäude
braucht Hilfe

Die Sanierung des mittelalterlichen Handwerkerhauses im Besitz der Wasserburger Künstlergemeinschaft AK68 wird rund 680.000 Euro kosten. Das Ganserhaus ist für die Stadt Wasserburg von unschätzbarem, kulturellem Wert. Mit seinen rund acht Ausstellungen jedes Jahr, die der Kunstverein organisiert, erfüllt das Haus faktisch die Aufgaben einer städtischen Galerie.

Entsprechend wird die Ertüchtigung durch öffentliche Mittel gefördert. Die Stadt Wasserburg stellt für Umbau und Sanierung des Ganserhauses einen Zuschuss von insgesamt 458.750 Euro in Aussicht. Dafür werden Fördergelder aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm beantragt. Der Eigenanteil der Stadt wird auf maximal 183.500 Euro begrenzt. Für den AK68 verbleibt noch ein Restbetrag von zehn Prozent der Gesamtkosten, also 68.000 Euro.

Kreative Ideen
zur Finanzierung

Um die Beteiligung finanziell zu stemmen, wartet der AK68 aktuell mit vielen kreativen Ideen auf. Neben den üblichen Werbeseiten im Katalog zur Großen Kunstausstellung 2026 besteht für Firmen die Möglichkeit, Betonlegosteine mit dem jeweiligen Firmenlogo werbewirksam im Stadtgebiet zu platzieren. Auch können Werbebanner am Baugerüst des Ganserhauses angebracht werden, wenn es eingerüstet wird. Bis dahin hofft der Vorstand auf weitere Mitgliederspenden. Und auch die regionale Wirtschaft zeigt sich mit Zuwendungen zwischen 1.000 und 5.000 Euro für die Sanierungskosten durchaus spendabel.

Aktuell bietet sich zudem die Möglichkeit, Kunst außerhalb des Ausstellungsbetriebs käuflich zu erwerben. Der Fundus im Verein umfasst derzeit rund 150 Kunstobjekte, die einen neuen Eigentümer finden sollen. Namhafte Künstler haben den AK68 in der Vergangenheit mit sogenannten Jahresgaben bedacht.

Preisspanne zwischen
50 und 3.000 Euro

Darunter finden sich Werke von Elisabeth von Samsonow, Dzeko Hodzic oder auch Peter Tomschiczek.

Einige Arbeiten stammen von bereits verstorbenen Kunstschaffenden wie dem Künstlerpaar Ute Lechner und Hans Thurner, C.A. Wasserburger oder auch Louise Stomps. Die aus Berlin stammende Bildhauerin und Grafikerin ist mit mehreren Metallskulpturen aus Messing sowie einer großen Monumentalskulptur aus Holz vertreten. Ebenso wird eine signierte Jahresgabe des Performance-Künstlers Prof. Wolfgang Flatz aus seiner heftig diskutierten Ausstellung „Idioten“ im Jahr 2010 zum Verkauf angeboten.

Bis zum voraussichtlichen Beginn der Umbaumaßnahmen im Frühjahr können jeden Sonntag von 11 bis 13 Uhr Gemälde, Zeichnungen und Objektkunst erworben werden, solange der Vorrat reicht. Die Preisspanne bewegt sich dabei je nach Größe, Format und Provenienz zwischen 50 und 3.000 Euro, die Mehrzahl davon liegt im unteren Preissegment bis 500 Euro. Zu den Verkaufszeiten sind Mitglieder des Vorstands stets anwesend, um potenzielle Kunstkunden zu den einzelnen Arbeiten und den Künstlern zu beraten.

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