Bessere Bedingungen für Personal und Fahrzeuge

von Redaktion

Neue Diensträume für die Johanniter – Sonderaufgaben für den Wirtschafts-Förderungs-Verband Vor 25 Jahren

Wasserburg – So gut etabliert hatte sich der Ortsverband der Johanniter-Unfallhilfe in den zehn Jahren seines Bestehens, dass man an den Bezug von neuen Diensträumen in der Schmerbeckstraße gehen konnte. Dies sollte nach Angabe des Ortsbeauftragten Albert Reiter sowohl für das Personal als auch die Fahrzeuge optimalere Bedingungen schaffen. Zwei Krankentransportwägen, drei Hauptamtliche und drei Zivildienstleistende sowie gut 50 Ehrenamtliche sollten damit noch zuverlässiger für Krankentransporte und Behindertenfahrdienste sorgen können und auch rund um die Uhr für den Hausnotruf da sein.

Da zum umfangreichen Angebot auch Erste-Hilfe-Kurse gehörten, waren insgesamt die Geschäftsräume im oberen Burgerfeld zu klein geworden, sodass man vonseiten der Johanniter das ehemalige Garagengebäude der Isar-Amperwerke in der Tegernau ins Auge gefasst hatte. Dieses konnte damals erworben werden. Die 460 Quadratmeter, die seit Juni 2000 zumeist in Eigenleistung aus- und umgebaut wurden, sollten bis April 2001 vollständig bezugsfertig werden. Neben einem Kaufpreis von 250.000 Mark waren im Februar bereits 80.000 Mark Eigenleistung und rund 5.000 Arbeitsstunden investiert worden und man war gerade dabei, den Schulungsraum im ersten Stock auszubauen. Auf der Baustelle herrschte auch abends und an den Wochenenden dank vieler fleißiger Helfer noch reger Betrieb. Mit anderen Problemen kämpfte der Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV). Mit dem Frühlingsfest, der Marktordnung, der Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes sowie vielen Sonderaufgaben sahen sich die Verantwortlichen um Manfred Gerer konfrontiert. Über eine Beitragserhöhung und die Satzungsänderung zur Erweiterungsmöglichkeit des Kernvorstandes wurde dank der zu erwartenden Mehreinnahmen und neuen Mitarbeitenden deshalb auch nicht diskutiert. Zur Verstärkung des Marketings wurde mit „Schenkl und Partner“ ein örtlicher Berater gewonnen. Außerdem wählten die anwesenden Mitglieder einen neuen siebenköpfigen Werbebeirat. Sorgen bereiteten vor allem ein befürchteter rückläufiger Ertrag und Besuch beim anstehenden Frühlingsfest. Zudem wollte die Brauerei Forsting als neuer Wirt nicht mehr zu den bisherigen Konditionen arbeiten.

Auch der Töpfermarkt sollte wegen teilweiser Enttäuschungen weiterentwickelt werden, dies allerdings ohne erneute Änderung der Marktordnung. Gerer appellierte aber auch nach Betonung der guten Zusammenarbeit mit der Stadt an alle Gewerbetreibenden, die bisherige Blockadepolitik bezüglich der Verkehrsfragen aufzugeben. Zudem wurde das vorgestellte Stadt-Projekt „Virtueller Marktplatz“ gelobt, in dem in Form eines Internet-Branchenverzeichnisses alle 1.048 Gewerbetreibenden kostenlos erfasst werden und eigene Internetaufritte darin verlinkt werden konnten.

Lieber heute als morgen wollte man vonseiten der Stadt unter anderem den Geh- und Radweg vom Bahnübergang Reitmehring bis zum Kirchenweg in Edling bauen, so Stadtbaumeister Manfred Förtsch-Menzel.

Das Problem: „Allein der dafür nötige Grund gehört dem Straßenbauamt und – schlimmer – der Deutschen Bahn“, wurde er damals zitiert. Die Bahn wollte nämlich zunächst die 70 nötigen Quadratmeter in ihrem Besitz wegen des zu kleinen Grundstücks im Vorfeld der Verhandlungen erst nicht verkaufen, sondern nur einen Gestattungsvertrag über die Nutzung abschließen. Die Mittel für den Ausbau waren bei geschätzten Kosten für den Ausbau der knapp 50 Meter Weg in Höhe von bis zu 50.000 Mark jedenfalls bereits im städtischen Haushalt 2001 eingeplant. kr

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