„Mia keman wieda in siebn Jahr“

von Redaktion

Finale für die Haager Schäffler – 170 Tänze und 170 Kilometer zu Fuß absolviert

Haag – Nach 170 Tänzen und 170 Kilometern zu Fuß erreichten die Haager Schäffler ihr Ziel. Mit Feuerwerk, Bier, Gesang und Abschiedsworten wurde das große Finale in der Halle der Brauerei Unertl gefeiert. Schäfflermeister Sepp Herzog resümierte mit einem Wort: „Der Wahnsinn!“

Nach dem Auftritt beim Bikeservice-Chef Bernhard Gruber trat der Schäfflertross unter den Klängen der Ramsauer Blaskapelle seinen letzten Marsch über die Wasserburger Straße zur Endstation beim Haager Weißbräu an.

Dank an
alle Gastgeber

Eine große Menge Schaulustiger hatte sich dort eingefunden. Den letzten Schnaps servierten die Gastwirte Simon Felber und Dominik Wright mit der Brauerfamilie Lois und Ilona Unertl, Barbara und Alois Unertl. Schäfflermeister Sepp Herzog drückte in einer humorvollen Schlussrede seinen Dank allen Haager Gastgebern aus. Das letzte Wort auf dem Fass hatte Oberkasperl Karin Lipp: „Jetzt hamas glei fertig gmacht, 170 Danz guad umibracht. Jetzt sama im Bierparadies okema und brauch ma nimma ums Fassl umarenna. De letztn Wochan hama vui Gaudi gmacht und heid wird’s für uns a lange Nacht.“

Nach dem letzten Durchgang flogen die Buchsbögen, knallte das Feuerwerk und lagen sich die „Hooga Schaffla“ sichtlich bewegt in den Armen. Die Unertl-Halle war mit Bierpavillon für das große Finale gerüstet, sodass zur Blasmusik noch einmal die Fetzen flogen und Sepp Huber mit Helmut Wagner die alten Gassenhauer anstimmten.

„Es ist uns eine Ehre, das Finale auszurichten“, so Brauereichef Lois Unertl. Schäfflermeister Sepp Herzog lobte seine Truppe: „Wir haben alle an einem Strang gezogen.“ Überwältigt sei man von der Gastfreundschaft der Haager: „Das ist eine Wertschätzung.“ Gleichzeitig stellte er aber auch fest: „Das kannst nur alle sieben Jahre feiern, sonst hältst es nicht aus.“ Freiwillig werde er so schnell keinen Schnaps mehr anrühren.

Exakt 170 „Pfeffis“ hatte Oberkasperl Karin Lipp gekippt und dazu ihre lustigen Verse angebracht: „Die sind sehr gut angekommen.“ Aufgegangen sei die Devise: „Wir feiern das Leben, wir sind Freudenboten.“ Vortänzer Michael Thunn hatte die 170 zurückgelegten Kilometer gezählt und festgestellt: „Wir haben Nachbarschaftsgemeinschaften angeregt.“ Brauereichef Lois Unertl betonte: Für einen Ort, aber auch für eine Brauerei sei es gut, wenn sie Schäffler habe. Stolz auf seine Abteilung war TSV-Chef Wolfgang Schwarzenbauer.

Im Resümee unterstrich Schäffler Alex Bachmeier die Bedeutung der Buchsholung aus Thüringen: „Er hat voll gereicht. Es ist sogar etwas übrig geblieben.“ Einen ganz praktischen Vorteil erkannte Musiker Hans Schöberl: „Jetzt kenn ich jede Straße in Haag.“ Ludwig Keilhacker lobte die „wunderbare Gemeinschaft“ mit den „Hooger Schaffla“. Neuland betrat Gastronom Simon Felber: „Es war das erste Mal, dass ich Schäffler gesehen habe. Es war sauschön, wie im Bierzelt.“

„Schod
und guad“

Auf den knappsten Nenner brachte Tänzer Alexander Schmid den Abschluss: „Schod und guad.“ Karin Lipp blickte zurück und voraus: „Aus is‘s und gar is’s und schod is’s, dass’s wahr is.“ Aber ebenfalls stimme: „Mia keman wieda in siebn Jahr.“

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