Ramerberg – Viele Ramerberger haben es bereits befürchtet, jetzt ist es offiziell: Der Bahnübergang Oberkatzbach wird wohl nicht saniert. Das teilt die Deutsche Bahn auf Anfrage mit. Der Bahnübergang, der etwas versteckt liegt, aber für Fußgänger, Radfahrer und Landwirte eine wichtige Verbindung durch den Ort darstellt, ist bereits seit Monaten wegen eines technischen Defekts geschlossen.
„Auf unbestimmte Zeit“ hieß es bislang, eine Instandsetzung des Bahnübergangs war aber schon lange fraglich.
Keine
konkretere Antwort
Denn bereits 2021 verfolgte die Deutsche Bahn Pläne, den Übergang aufzulösen; auch wäre die Sanierung mit hohen Kosten verbunden.
Nun erteilt das Unternehmen der Instandsetzung aber ganz offiziell eine Absage. Aufgrund „irreparabler Schäden“ sei dies nicht möglich.“
Um den Bahnübergang an der gleichen Stelle wieder in Betrieb nehmen zu können, müsste er nach den aktuellen Vorschriften erweitert und ausgebaut werden, was Kosten von rund 1,5 Millionen Euro bedeuten würde“, erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn.
Deswegen seien die Kreuzungspartner Deutsche Bahn und Straßenbaulastträger, in diesem Fall die Gemeinde, im Austausch, um „alternative Möglichkeiten zu finden, die Verkehrsbedürfnisse abzudecken.“ Wie genau diese „alternativen Möglichkeiten“ aussehen, dazu gibt es auch auf eine erneute Nachfrage keine konkretere Antwort. „Ich bitte aber um Verständnis, dass wir den Gesprächen dazu nicht vorgreifen können“, so die Sprecherin.
Ramerbergs Bürgermeister Manfred Reithmeier, der sich mehrfach für den Erhalt des Übergangs eingesetzt hat, zeigt sich auf Anfrage etwas überrascht von diesen Neuigkeiten. Bislang habe die Bahn dies nicht so kommuniziert.
Drei Varianten seien seines Wissens nach im Gespräch, eine davon die Instandsetzung, für die er weiterhin kämpfen würde. Denn laut seinen Informationen würden durchschnittlich 80 bis 90 Fahrzeuge beziehungsweise Personen den Übergang queren. Details zu den beiden anderen Möglichkeiten möchte auch Reithmeier noch nicht verraten.
In der Gemeinderatssitzung im März sei die Bahn allerdings geladen, um die Varianten vorzustellen.