Schnaitsee – Thomas Schmidinger (CSU) will Bürgermeister bleiben. Wir haben ihn gefragt: Was wollen Sie in und für Schnaitsee tun? Das ist seine Antwort.
Schmidinger: Auch wenn dies meine dritte Kandidatur als Bürgermeister ist, gehe ich mit Demut in die Wahl und hoffe auf ein gutes Ergebnis. Ich denke, gemeinsam mit dem Gemeinderat sehr viel auf den Weg gebracht zu haben.
Sowohl das Musikheim sowie das Sportheim des TSV wurden neu gebaut – was ohne die Gemeinde unmöglich gewesen wäre. Das ist praktizierte Vereinsförderung. Außerdem wurde ein Seniorenwohnheim mit über 30 Appartements erschaffen, von Pflegegrad 1 bis 5. Diese Projekte waren für die örtliche Daseinsfürsorge unentbehrlich.
Wichtig ist mir ein gutes Miteinander, so wie wir es in der letzten Wahlperiode im Gemeinderat hatten.
Die Wasserversorgung hat grundsätzlich mit den höchsten Stellenwert bei den Aufgaben einer Gemeinde. Daher hat sich der Gemeinderat dazu entschlossen, die beiden Wasserhochbehälter zu erneuern (Kosten rund zwei Millionen Euro) sowie weiter in die Wasserleitungs-Infrastruktur zu investieren.
Mit der Freiflächen-Photovoltaikanlage ist ein großes Projekt an die Gemeinde herangetragen worden. Wichtig war uns, dass kein Bürger direkt von der Anlage in seinem Umfeld beeinträchtigt wird. Wo dies der Fall war, hat die Gemeinde nicht zugestimmt. Die Gemeinde profitiert durch die Anlage mit einem jährlichen Betrag von etwa 150.000 Euro plus der zu erwartenden Gewerbesteuer.
Schnaitsee ist bereits jetzt, mit einem Selbstversorgungsgrad von erneuerbaren Energien, mit einem Wert von über 300 Prozent, an der Spitze im Landkreis. Wenn man dann noch die Leistung der kommenden 55 MW PV-Anlage hinzurechnet, sind wir Vorreiter.
Der größte Wurf der Dorferneuerung in Waldhausen wurde mit dem Feuerwehr- bzw. Dorfgemeinschaftshaus bereits realisiert. Auch die Umwandlung der Grundschule vor Ort in eine sechsgruppige Kita wurde umgesetzt. Jetzt folgt die Umsetzung und Entsiegelung der Dorfmitte.
Bei der Erweiterung des Feuerwehrhauses Kirchstätt in Harpfing gilt es, die neuen Standards einzuhalten. Auch eine Grundsanierung steht an. Die Planungen sind in vollem Gang. Ich bin zuversichtlich, in 2027 zur Ausführung zu kommen.
Mit dem Tod von Traudl Ederer haben viele Vereine ihre bisherige Heimat verloren, natürlich ist es ein großes Anliegen der Gemeinde, die gastwirtschaftliche Vielfalt und Infrastruktur zu erhalten und entsprechend tätig zu werden.