68 Einsätze abgearbeitet

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr Griesstätt – Aktive leisten über 4.150 Stunden Dienst

Griesstätt – Die Feuerwehr Griesstätt hielt ihre Jahresversammlung im voll besetzten Saal des Feuerwehrhauses ab. Zahlreiche aktive Mitglieder, Vereinskameraden, Ehrenmitglieder sowie Vertreter der Gemeinde und der Kreisbrandinspektion waren der Einladung gefolgt. Neben dem Rückblick auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr standen vor allem die Vorbereitungen für das große 155-jährige Jubiläum im Mittelpunkt der Veranstaltung, das im Juni 2026 gefeiert wird.

Gedenken
an Verstorbene

Nach der Begrüßung eröffnete Vorstand Alex Maier die Versammlung mit einer Gedenkminute für die im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr. Anschließend ging er auf die Höhepunkte des vergangenen Jahres ein. So wurden die Höhepunkte des Vereinslebens reflektiert, darunter das Ausrichten des traditionellen Gartenfestes und der gemeinsame Ausflug mit dem THW nach Burghausen. Auch die Besuche bei diversen Feuerwehrfesten in der Nachbarschaft sowie die tatkräftige Unterstützung anderer Vereine in der Advents- und Weihnachtszeit kamen nicht zu kurz. Weisertwecken, Störche und das „Entleihen“ von Firstbäumen durften ebenso wenig fehlen wie eine aktive Beteiligung am jährlichen Ferienprogramm.

In seinem Tätigkeitsbericht ging Kommandant Georg Weiderer auf die Leistungen der Aktiven ein, die im vergangenen Jahr insgesamt 68 Einsätze abzuarbeiten hatten. Diese gliederten sich hauptsächlich in acht Brandeinsätze und 51 technische Hilfeleistungen (inklusive Verkehrsunfälle) auf den umliegenden Staats- und Kreisstraßen auf. Besonders in Erinnerung blieb sicherlich die Notlandung eines Flugzeugs im Sommer, bei der glücklicherweise nur das Maisfeld Schaden nahm. Einsatzzeiten, Ausbildung, Lehrgänge sowie Wartungstätigkeiten ließen das Jahresvolumen der geleisteten Zeit auf mehr als 4.150 Stunden anwachsen. „Unsere Mannschaft hat erneut bewiesen, dass auf sie jederzeit Verlass ist“, betonte Weiderer. Auch die Indienststellung eines neuen MZF-Fahrzeugs (11/1) ist im vergangenen Juli mit viel Engagement aller Beteiligten gut über die Bühne gegangen.

Neben den im Jahr 2026 anstehenden Lehrgängen und Ausbildungsinhalten wird für das anstehende Jubiläumsfest im Juni jede helfende Hand benötigt. Auch aus der Jugend gab es nur gute Nachrichten: Alle Mitglieder hatten den letzten Wissenstest mit Bravour bestanden und können zu Recht stolz auf sich sein. Die Nachwuchsarbeit ist und bleibt das Fundament für eine schlagkräftige Wehr in der Zukunft. Kassier Rupert Hainz konnte trotz der Ausgaben für das anstehende Fest sowie für Ausrüstung und Ausbildung eine solide finanzielle Lage präsentieren. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Finanzführung, woraufhin die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Schriftführer Sepp Linner fasste kurz die Niederschrift der vorausgegangenen Jahreshauptversammlung zusammen, bevor er in seiner Funktion als Festleiter detailliert über die Planungen, Vorbereitungen und Programm-Höhepunkte informierte. Vom 3. bis zum 8. Juni feiert die Freiwillige Feuerwehr Griesstätt ihr 155-jähriges Bestehen – ein stolzes Jubiläum für eine Wehr, die seit 1871 im Dienst der Allgemeinheit steht. Geplant ist eine Festwoche mit Festzeltbetrieb und täglich neuen Höhepunkten, darunter ein großer Festumzug mit Gottesdienst. Für alle Gäste sind viele kleine und große Überraschungen geplant.

Eine besondere Ehrung für seine persönlichen und langjährigen Verdienste erfuhr Hans Stecher: Er wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

In seinem Schlusswort dankte Bürgermeister Robert Aßmus den Feuerwehrdienstleistenden für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Bürger in den letzten neun Jahren seiner Amtszeit. Die Gemeinde wisse, was sie an ihrer Feuerwehr habe, und er sei zuversichtlich, dass sein Amtsnachfolger dies mit derselben Wertschätzung fortsetzen werde. Zum Abschluss der Versammlung überbrachte Kreisbrandrat Richard Schrank im Beisein von Kreisbrandinspektor Stephan Hangl die Grüße der Inspektion. Er berichtete von anstehenden Neuerungen und Neuigkeiten. So schreite der flächendeckende Ausbau der digitalen Alarmierung weiterhin fort. Außerdem werde es in diesem Jahr wieder die Möglichkeit geben, an verschiedenen Standorten mit einem Fahrsimulator Einsatzfahrten unter realitätsnahen Bedingungen zu üben. Die Beschaffung und Fahrausbildung für die Wechsellader laufe planmäßig, sodass in naher Zukunft auch am Standort Wasserburg ausgebildet werden könne.

Standardisierung
bei Beschaffungen

Bayernweit strebe man künftig im Beschaffungswesen eine verstärkte Standardisierung an, um die Kosten im Rahmen zu halten und die Ausschreibungsverfahren deutlich zu verkürzen. Mit etwa 7.500 Aktiven und 1.150 Jugendlichen in den Feuerwehren sei man auch für zukünftige Herausforderungen (zum Beispiel verstärkter Zivilschutz) gut aufgestellt.

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