Albachinger Bürger zeigen großes Interesse

von Redaktion

Bau eines Schützenheims über dem Mehrzweckgebäude – Diskussion über Windenergie

Albaching – Bürgermeister Rudolf Schreyer hat sich über das ausgesprochen hohe Zuhörerinteresse an der Gemeinderatssitzung gefreut. Zum Protokoll der Januarsitzung gab es keine Einwände, sodass gleich in die Tagesordnung übergegangen werden konnte.

Zu Beginn der Sitzung wurde im Rahmen der Bürgerfragestunde darum gebeten, die abgesenkten Kanaldeckel anzuheben, um insbesondere Radfahrern eine gefahrlose Fahrt zu sichern. Dieses Thema kann laut Bürgermeister erst im Frühjahr nach der Frostperiode angegangen werden.

Eifrig diskutiert wurde der Antrag der Schützengesellschaft Albaching, der auch zu großem Zuhörerinteresse führte.

Planungen befinden
sich im Vorentwurf

Die Schützengesellschaft trägt sich mit dem Gedanken, über dem bestehenden Mehrzweckgebäude ein Schützenheim zu errichten. Zur Erläuterung des Vorhabens wurde dem ersten Schützenmeister Matthias Pöschl das Wort erteilt.

Es erfolgte der Hinweis, dass sich die Planungen erst im Stadium eines Vorentwurfs befinden und hierzu noch zahlreiche Details zu klären sind. Im Detail ist vorgesehen, mit dem Dartverein und der Radsportabteilung eine gemeinsame Nutzung zu erzielen.

Wesentliche Faktoren, wie die zu erwartenden Gesamtkosten sowie eine mögliche Bezuschussung durch Dachverbände seien noch nicht festgelegt. Seitens des Behindertenbeauftragten der Gemeinde folgte die Anregung, die Planung hinsichtlich einer behindertengerechten Ausgestaltung zu verfeinern, dies auch im Hinblick auf mögliche Zuschüsse.

Eine weitere Anregung bestand darin, zunächst einmal eine Kostenschätzung für das geplante Gebäude im Rohbau zu bekommen und dann zu schauen, inwieweit die beteiligten künftigen Nutzer Eigenleistungen einbringen können.

Gemeinderat zeigt
sich positiv

Der Gemeinderat begrüßt die vorgestellten Eckdaten der bisherigen Planung ausdrücklich und regt an, weitere Gespräche mit den Stockschützen und den Fußballern zu führen. Insbesondere die Tatsache, dass hier mehrere Gruppierungen zusammen unter einem Dach agieren wollen und damit Synergieeffekte erzielen, führte zu einer positiven Grundstimmung im Gremium. Ein weiteres Thema war die Regionalplanung zur Energieversorgung mit Windenergie. Letztlich geht es um die Festlegung sogenannter „Vorrangflächen“, die einen zukünftigen Bau von Windenergieanlagen ermöglichen sollen.

In der Gemeinde Albaching ist ein Gebiet südwestlich von Kalteneck als Vorranggebiet neu vorgeschlagen worden. Den wesentlichen Teil der bereits vorgeschlagenen Gebiete bildet jedoch das Trinkwasserschutzgebiet der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffing, das auch eine Teilfläche der Gemeinde Edling beinhaltet.

Nach eingehender Diskussion und einer sorgfältigen Abwägung von Für und Wider kristallisierte sich im Gemeinderat die Meinung heraus, wonach der Schutz des Trinkwassers und damit die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser absoluten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen eines Windkraftbetreibers hat.

Das entscheidende Argument für die gänzliche Ablehnung der vorgeschlagenen Vorrangflächen war die Aussage „Mit dem Gut Trinkwasser spielt man nicht.“

Auch der Antrag auf Baugenehmigung zum Abbruch eines Bestandsgebäudes und Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Bergehalle in Zell, Gemarkung Utzenbichl, führte zu einer eingehenden Diskussion.

Dem Bauvorhaben kann grundsätzlich zugestimmt werden. Die Planung enthält allerdings eine Abweichung von den vorgegebenen Abstandsflächen auf einem Teil der Halle, sodass der Gemeinderat einer Befreiung von der bestehenden Satzung über Abstandsflächenmaße nicht zustimmen kann. Hier sollte der Antragsteller auch noch überlegen, ob das neu geplante Gebäude eventuell näher an das bisherige heranrücken kann.

Neubaugebiet braucht
separate Bezugspunkte

Der Bebauungsplan Albaching Kreuzstraße und damit verbunden eine Anpassung und Ergänzung der bisherigen Planung resultieren insbesondere aus der Tatsache, dass im Gelände andere Straßenhöhen als ursprünglich angenommen vorliegen. Es ist deshalb sinnvoll und notwendig, die Gebäude einerseits nicht zu tief in das Gelände zu drücken (Hochwasserschutz), andererseits nicht zu hoch über das Gelände herausstehen zu lassen. Die Lösung liegt darin, für die einzelnen Gewerke separate Höhenbezugspunkte festzulegen.

Durch die Billigung des Neubaugebietes wird zum Ausgleich des sogenannten „Ökokontos“ der vorgeschlagenen Ausgleichsflächenregelung zugestimmt.

Außerdem erbat der Elternbeirat der Mittelschule Edling die Zustimmung zur Verwendung des Wappens der Gemeinde Albaching auf Flyern. Hierzu besteht grundsätzliches Einverständnis, allerdings wird die Schule gebeten, der Gemeinde die jeweiligen Flyer in der Druckvorstufe zur Genehmigung vorzulegen.

Abschließend berichtete Bürgermeister Schreyer über die Erweiterung der Gartenanlage des Kinderhauses Schatzkiste.

Er informierte auch noch über die positiv verlaufenen Grundstücksverhandlungen für den Geh- und Radweg Albaching–Zell, dessen Ausbau damit wieder ein gutes Stück näher gerückt ist.

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