Rechtmehring – Mit einem abwechslungsreichen Rückblick auf das vergangene Gartenjahr und einem unterhaltsamen Ausblick auf die kommende Saison hat der Gartenbauverein Rechtmehring seine Jahresversammlung beim Kirchenwirt abgehalten. Trotz starken Schneefalls haben sich dazu über 50 Mitglieder eingefunden, wie der Verein mitteilt.
Zu Beginn ließ die Vorsitzende Maria Kitzeder das Gartenjahr 2025 Revue passieren.
Vortrag über
Schneckenfallen
Es begann mit einer Baumveredelung und setzte sich mit Arbeiten im Schulgarten fort, der zunächst aufgeräumt und später von der dritten Klasse bepflanzt wurde. Auch die Ortseingänge, der Maibaum und der Gemeindestein wurden erneut bepflanzt, gehegt und gepflegt. Das gut besuchte Salatessen war dieses Mal mit einem Vortrag über Schneckenfallen verbunden. Die Grundschule besuchte der Verein mit Feuerbohnenpflanzen, im Ferienprogramm wurden lustige Eulen gebastelt.
Zum Jahreslauf gehörten außerdem das Binden der Kräuterbuschen und das Schmücken des Erntedankaltars. Der Erlös aus den Kräuterbuschen kam vergangenes Jahr dem Schuki Förderverein Rechtmehring zugute.
Insgesamt fanden vergangenes Jahr sechs Sitzungen statt, bei 27 Geburtstagen wurde gratuliert. Ein Höhepunkt im Vereinsjahr war der Ehrennachmittag, an dem 48 Mitglieder von Helmut Schmid geehrt wurden. Als Gast war Dr. Erwin Hungerhuber geladen, der den Gartlern anhand spannender Videoaufnahmen und Bildern viel über Hummeln erklärte. Im Anschluss gab es für alle Kaffee und Kuchen sowie reichlich Zeit zum Unterhalten. Abschließend war der Gartenbauverein mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Rechtmehring vertreten, an dem fleißig Kaffee und Kuchen verkauft wurden.
Im weiteren Verlauf des Abends sorgten Thomas und Sabine Pummerer aus Riedering für einen musikalischen Spaziergang durchs Gartenjahr. Mit Tuba und Gitarre erklärten sie, was im Laufe eines Gartenjahres alles zu tun ist. So solle der Gärtner im Januar auf gut Bayerisch „chillen“ und den Garten einmal Garten sein lassen.
Der März wartet den Ausführungen zufolge mit verschiedenen Lostagen auf, unter anderem am 23. mit dem heiligen Benedikt, der die Zwiebeln dick machen soll. Der Tipp der Gartenprofis lautete daher, Zwiebeln Mitte bis Ende März zu setzen. Thema war auch der Wonnemonat Mai, in dem die Eisheiligen so manchem Gärtner noch einen Strich durch die Rechnung machen können. Einer der nächsten Lostage, der 24. Juni, der Johannitag, läutet die Ernte ein. Der August fordere die Gärtner ebenfalls, da er zwar als beliebter Reisemonat gilt, zugleich aber als beste Tomatenzeit beschrieben wurde. Besonderes Augenmerk legten die Musiker auf den Oktober, in dem Landwirtschaft und Gärtner Danke sagen und auf ein gutes Jahr zurückblicken. Als Moral der Geschichte hielten sie fest, dass ohne Garteln das Leben nur halb so schön und spannend sei.
Vorstellung der
Nussknackmaschine
Im Anschluss wurden Nina und Markus Kufner als neue Mitglieder im Gartenbauverein aufgenommen. Der Abend fand seinen Ausklang mit der Vorstellung der vereinseigenen Nussknackmaschine und einem abschließenden Ratsch.
Der Verein blickt nach eigenen Angaben nun voller Vorfreude und Hoffnung auf ein gutes und ertragreiches Gartenjahr 2026 mit viel Freude und wenig Verdruss.