Ende Februar ist Schluss

von Redaktion

Bahnhofs-Bäcker Straßgütl in Wasserburg schließt – Personalmangel und Umsatzrückgang

Wasserburg – Tragische Nachrichten für die Wasserburger. Bäcker Hermann Straßgütl hört auf. Schon seit zwei Jahren backt Straßgütl aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst, Ende Februar ist aber nun komplett Schluss, bestätigt er auf Nachfrage. Schließen werde er sowohl die Filiale in der Altstadt als auch die am Bahnhof Reitmehring. Entsprechend sind dies gerade für diesen Stadtteil und die Pendler in der Region schlechte Nachrichten.

Personalmangel
und Umsatzeinbußen

Seit 2018 ist die Filiale in Wasserburg unter der Leitung von Straßgütl, die Filiale am Bahnhof sogar schon seit 2011. Als Grund für die Schließung gibt Straßgütl Personalmangel an. 14 Verkäuferinnen benötige er, um die beiden Filialen zu betreiben, doch Nachwuchs sei schwer zu finden. „Diesen Ärger möchte ich mir ersparen“, so Straßgütl.

Suche nach
einem Nachfolger

Zudem habe es Umsatzeinbußen seit dem Einstellen der eigenen Backstube gegeben, obwohl Straßgütl betont, dass er „sehr treue Kunden“ habe. „Dafür möchte ich auch Danke sagen.“ Das letzte Mal die Türen öffnen wird Straßgütl am 27. Februar.

Wie es mit den beiden Filialen, gerade auch mit der am Bahnhof, weitergeht, ist derzeit noch unklar. Das Gebäude ist im Besitz der Stadt Wasserburg. Bis 2030 würde eigentlich der Mietvertrag noch laufen. „Ich bin im Moment auf der Suche nach einem Nachfolger“, erklärt Straßgütl.

Auf Anfrage betont Robert Mayerhofer vom Liegenschaftsamt, dass die Stadt großes Interesse daran habe, die Bäckerei zu erhalten. „Das ist eine sehr wichtige Einrichtung für Reitmehring“, so Mayerhofer. Das Bahnhofsviertel mit der Bäckerei sei in gewisser Weise ein Herzstück des Ortes. „Wir wollen natürlich, dass dies so bleibt. Daher herrscht hier ein gemeinsames Interesse, mit Herrn Straßgütl sie zu erhalten.“

Entsprechend sei man derzeit im Gespräch mit Hermann Straßgütl zwecks eines Nachfolgers. Über neue Mietverhältnisse müsse aber erst im Haupt- und Finanzausschuss entschieden werden. Mayerhofer zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass ein neuer Mieter zeitnah gefunden werden könne. „Ich denke, gerade der Bahnhof ist ein interessanter Standort und die Nachfrage dort ist hoch“, so Mayerhofer.

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