Im Irrsal der Einsamkeit erwachen imaginäre Gäste zum Leben

von Redaktion

Theater Wasserburg zeigt Premiere von Eugène Ionesco „Die Stühle“ – Gespräch mit Regisseur vor Sonntagsvorstellung

Wasserburg – Die vierte Neuproduktion der Jubiläumsspielzeit steht auf dem Spielplan: eine surreale Apokalypse von Eugène Ionesco, dessen Feder auch das absurde Drama „Die Nashörner“ entstammt.

Jetzt feiert „Die Stühle“ am heutigen Freitag Premiere: Paris ist völlig zerstört, die Pyrenäen gibt es nicht mehr. Die Alpen sind abgerissen. Der Brocken (im Harz) ist der höchste Berg der Welt. Poppet und Semiramis hocken in ihrem Turm und stricken Öl.

Die beiden erwarten Gäste, aber alle Brücken sind abgebrochen. Der Tisch ist gedeckt, die Honoratioren geladen, aber die Stühle bleiben leer.

Im Irrsal der Einsamkeit erwachen imaginäre Gäste zum Leben. Das Wirrsal des Gastmahls legt das Leben der beiden Übriggebliebenen offen, ihre Zweisamkeit, ihre Einsamkeit, bis das Glück nicht mehr zu steigern ist: „Wer sich an das Absurde gewöhnt hat, findet sich in unserer Zeit gut zurecht.“ In dieser Inszenierung von Nik Mayr sind Rosalie Schlagheck und Hilmar Henjes auf der Bühne zu sehen.

Am Sonntag, 1. März, findet „Vorreden“ statt: Ute Mings spricht mit Regisseur Nik Mayr ab etwa 18.15 im Saal, der Eintritt dazu ist frei. Die Theaterbar hat ab zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn geöffnet und freut sich, gepflegte Getränke, Kleinigkeiten zum Essen und Schnabulieren kredenzen zu dürfen.

Mehr Informationen und Karten sind auf der Homepage erhältlich unter theaterwasserburg.de oder bei den Vorverkaufsstellen: Versandprofi Gartner und Tourist-Info in Wasserburg, Foto Flamm in Haag, Ticket-Zentrum Rosenheim sowie bei allen Vorverkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket.

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