Nachruf

von Redaktion

Griesstätt – Das Leben von Peter Huber, der mit seiner Frau Christl und seiner Tochter immer gerne in den Bergen unterwegs war, ist zum Ende hin ein steiniger Weg geworden. Die gesundheitlichen Gebrechen und Beschwerden haben sich aufgetürmt zu einem regelrechten Berg, den es zu bewältigen galt. Bis der Tod ihn von den Leiden der letzten Wochen erlöst hat.

Pfarrer Andreas Horn schaute beim Seelengottesdienst in der Griesstätter Pfarrkirche auf das Leben des Verstorbenen, seinem Taufpaten, zurück. Geboren wurde Peter Huber auf dem elterlichen „Martern“-Hof in Griesstätt. Dort ist er mit seinen beiden älteren Geschwistern aufgewachsen. Nach dem Volksschulbesuch erlernte er das Schreinerhandwerk. Schon einige Jahre nach der mit Erfolg bestandenen Gesellenprüfung wechselte er seinen Beruf. Durch einen Freund war der „Martern-Peter“ auf eine Stelle im Bezirksklinikum Haar bei München aufmerksam geworden. Dort absolvierte er ab 1954 eine Ausbildung zum Krankenpfleger. In den folgenden Jahren besuchte er verschiedene Fort- und Weiterbildungen zur Führungskraft.

Im Klinikum lernte er auch seine spätere Frau Christl kennen. Im Jahr 1958 heirateten die beiden und bezogen in Haar eine Wohnung. Der Verstorbene, so Pfarrer Horn, war immer für seine Familie, zu der bald die Tochter gehörte, da. Er war auch ein guter Pfleger, der mit viel Empathie seinen Patienten begegnete und für sie gut sorgte. Wichtig war für ihn auch der große Freundeskreis in Haar, die Freundschaften wurden stets gepflegt in geselliger Runde.

Ende der 1970er-Jahre bot sich für Christl und Peter die Gelegenheit, in Griesstätt ein Grundstück zu erwerben und darauf ein Eigenheim zu bauen. Das Haus wurde 1984 fertig, und so siedelte sich der Verstorbene mit seiner Frau wieder im Ort seiner Kindheit und Jugend an. Schnell fanden sie Anschluss und waren in das Dorfleben eingebunden. Besonders im Männergesangverein war der Verstorbene aktiv mit dabei und war dann immer auch sehr präsent beim Singen und bei der Geselligkeit. Gepflegt wurde auch der Freundeskreis im Ort. Daheim war ihm der Garten wichtig, wo er viel Zeit verbrachte. Gerne aufgehalten hat er sich in seiner umfangreichen Werkstatt, um zu schreinern und zu basteln. Als die Enkelin zur Welt kam, hat er gerne die Zeit mit ihr verbracht und war ihr ein guter und liebevoller Opa. Auch über seine beiden Urenkel hat er sich noch gefreut.

Lange Zeit war er sehr mobil und hat seine regelmäßigen Spaziergänge unternommen, bis sich bei ihm mehr und mehr die gesundheitlichen Gebrechen einstellten und die Kräfte immer mehr abnahmen. Dank der liebevollen Fürsorge und Pflege durch seine Frau und seine Tochter war es ihm möglich, dass er auch diesen letzten, schweren Lebensabschnitt daheim verbringen konnte.

Umrahmt wurde der Seelengottesdienst musikalisch vom Kirchenchor. Den langen Trauerzug zur Grabstätte führten die Fahnenabordnungen des Trachtenvereins und der Feuerwehr an. Bei der Bestattung spielten Bläser der Griesstätter Musikkapelle Trauerweisen.ala

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