Obing – Die Räume des Bürgertreffs in Obing wurden kürzlich wieder zum Kinosaal für die Senioren der Verwaltungsgemeinschaft Obing umfunktioniert. Mehr als 60 begeisterte Zuschauer verfolgten den Dokumentarfilm der preisgekrönten Filmemacherin Manuela Federl „Mein letzter 8.000er“ auf einer großen Leinwand.
Der berührende Film, der das Leben und die Leidenschaft des bekannten Traunsteiner Extrembergsteigers Otto Huber und seiner Frau Ria auf ihren Reisen und vor allem auf ihrer letzten gemeinsamen Expedition mit der Krankheit Demenz dokumentiert, fesselte das Publikum von der ersten Minute an.
Die Zuschauer aus Obing und Umgebung zeigten sich tief beeindruckt von den spektakulären Aufnahmen zum Beispiel aus dem Himalaya und angesichts der vielen Erlebnisse von Otto Huber – aber auch von der menschlichen Komponente des Films, die die fünfjährige Pflege seiner Frau dokumentiert. „Es ist schön zu sehen, wie unser Kinoangebot angenommen wird und dass sich so viele mit dem Thema Demenz auseinandersetzen“, freute sich die Organisatorin Susanne Butkewitz vom Seniorengerechten Quartiersmanagement Obing über die große Resonanz. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war, dass Hauptdarsteller Otto Huber selber anwesend war. Mit viel Witz und Charme beantworte der 86-jährige Traunsteiner viele Fragen zu seinen außergewöhnlichen Expeditionen und zu der anstrengenden und zugleich wertschätzenden Aufgabe des pflegenden Angehörigen. Mit diesem Film möchte er Aufklärung und Akzeptanz für die Krankheit Demenz schaffen – und dies hat er vollkommen im Bürgertreff Obing umsetzen können. Aufgrund des großen Erfolges wird das Seniorenkino im Bürgertreff Obing auch in den kommenden Monaten fortgesetzt, außerdem sind weitere Veranstaltungen zum Thema Demenz, Ausbildung für Alltagsbegleiter und weitere Vorträge in Planung. emk