Neuen Geist in die Kirchenschiffe gebracht

von Redaktion

Stadtpfarrer Bruno Bibinger wechselt nach sechs Jahren in Wasserburg zum 1. August ins Tölzer Land

Wasserburg – Der Schwung des neuen Jahres 2026 erfasse auch die Stadtkirche St. Jakob und St. Konrad in Wasserburg und Stadtpfarrer Bruno Bibinger nehme diesen Schwung gleich mit, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

In Abstimmung mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx wechsle Bibinger zum 1. August als Leiter zum Pfarreiverbund Gaißach, Reichersbeuern und Sachsenkam im Tölzer Land, was für ihn keine leichte, aber eine wohlüberlegte und ausführlich abgewogene Entscheidung gewesen sei.

Hilfreiche
Erfahrung

Vor seiner Zeit in Wasserburg und auch noch während der Corona-Zeit betreute Bruno Bibinger bereits viele Landpfarreien und sammelte speziell dort viel Erfahrung. Diese konnte er in Wasserburg mit der Zusammenlegung von St. Jakob und St. Konrad zur Stadtkirche Wasserburg nochmals ergänzen. Bei der Übernahme eines Pfarrverbunds aus drei Pfarreien werde ihm diese Erfahrung sehr hilfreich sein.

Auch den Zeitpunkt der Bekanntgabe seines Wechsels habe Bruno Bibinger nicht dem Zufall überlassen. Die Transparenz gegenüber seiner Pfarrgemeinde, besonders vor der bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahl, übrigens die erste gemeinsame Wahl für St. Jakob und St. Konrad, liege ihm sehr am Herzen, so die Pressemitteilung.

Die Weichen für eine Neubesetzung und eine positive Zukunft der Stadtpfarrei Wasserburg würden aktuell im Erzbistum Freising durch den Erzbischof neu gestellt.

Keine priesterlose
Zeit in Wasserburg

Eine priesterlose Zeit soll es in Wasserburg nicht geben. Falls sich der Abschied von Pfarrer Bibinger und die Ankunft des neuen Pfarrers nicht überschneiden, würde sich Bibinger der Belastung einer Doppelbetreuung stellen. So solle ein reibungsloser Übergang sichergestellt werden.

Im Pfarrgemeinderat, in der Kirchenverwaltung und auch in der Pfarrgemeinde wurde der Wechsel von Stadtpfarrer Bibinger mit großem Bedauern aufgenommen. Er habe nach der schweren und verschlossenen Corona-Zeit die Türen wieder weit und für alle geöffnet und neuen Geist in die Kirchenschiffe und die Institutionen gebracht. Die Liste der Ergebnisse seiner praktischen und handfesten Arbeit sei lang: die Fertigstellung des Mammutprojektes Kirchensanierung St. Jakob, die zukunftsgerichtete, organisatorische Zusammenlegung der beiden Pfarreien St. Jakob und St. Konrad zur Stadtkirche Wasserburg, die Positionierung der Stadtkirche im Dekanat Rosenheim, die Wiederauferstehung des größten Heiligen Grabes in der Umgebung samt „Graberlbier“ und viele weitere größere und kleinere Projekte.

In der Gemeinde spüre man die Erfolge in Form der sehr erfreulich gestiegenen Zahl an Gottesdienstbesuchern, bei neuen Ministrantinnen und Ministranten und einem neu vitalisiertem Gemeindeleben, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Großes Anliegen
soziales Miteinander

Die neue feierliche Ausgestaltung der Gottesdienste und kirchlichen Feiern gingen auf seine Bemühungen zurück. Ein großes Anliegen sei ihm auch das soziale Miteinander und die fürsorgliche Ausrichtung innerhalb der Gemeinde und auch der Stadt gewesen. Die Beherbergung und Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen, die Nähe zu den Vereinen und ein neues Heim für die Wasserburger Schäffler seien hier Zeugnis.

Die neu organisierte Kirchenverwaltung und der neu aufgestellte Pfarrgemeinderat würden sich aktiv einbringen, um diesen neu eingeschlagenen Weg weiter auszubauen und für den künftigen Pfarrer gut herrichten und diesen in seiner neuen Stelle tatkräftig unterstützen.

Einstweilen gelte dem scheidenden Stadtpfarrer großer Dank für das „Wiederaufwecken“ seiner Pfarrei, den neuen Wind, sein großes Engagement und sein Wirken, so die Pressemitteilung der Gemeinde.

Dank an Mitarbeiter
und Gottesdienstbesucher

Dank gibt es auch seitens des scheidenden Stadtpfarrers: „Einen besonderen Dank sage ich allen, die mir in diesen sechs Jahren so tatkräftig und treu zur Seite gestanden sind. Allen, die mich immer bestärkt und bei allen Projekten und Aktionen unterstützt haben, besonders bei unseren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Stadtkirche und unseren treuen Gottesdienstbesuchern. Vergelt’s Gott für alles!“

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