Stadtkapelle lernt „böhmischen Groove“ vom Profi

von Redaktion

Blasmusik-Experte Herbert Hornig begeistert Stadtkapelle Wasserburg

Wasserburg – Jeden Donnerstag ab 20 Uhr ist für die Musiker des Erwachsenenorchesters der Stadtkapelle Probenabend. Vor Kurzem gönnte man sich dafür einen besonderen Experten: Herbert Hornig. Der ehemalige Meisterklassenstudent im Fach Tuba und Kammermusik sammelte Orchestererfahrungen unter anderem bei den Münchner und Nürnberger Symphonikern sowie beim Münchner BR-Rundfunkorchester. Derzeit ist er Solotubist und Konzertmoderator beim Bayerischen Polizeiorchester und mit Musikschul-, Dirigier- und Dozententätigkeiten gut ausgebucht. Für eine Seminar-Probe zum Thema der richtigen Interpretation der mährischen, böhmischen und bayerischen Blasmusik stellte er der Stadtkapelle gerne und mit großer Begeisterung seine Zeit zur Verfügung.

Dabei galt es unter anderem die Frage zu klären, ob es einen Unterschied zwischen der mährischen, der böhmischen oder bayerischen Blasmusik gibt. An vielen Beispielen verschiedener Stücke zeigte Herbert Hornig auf, worauf man als Musiker bei der Interpretation dieser Musik achten sollte und wie man diese und sich selbst mit kleinen Tricks wesentlich verbessern kann.

Die böhmische Musik und dabei besonders die böhmische Polka bezeichnete er als wertvollste Grundlage und ebenso schwierig zu interpretieren wie die symphonische Musik. „Die Musik muss berühren. Euch mit eurem Instrument, mich als Dirigenten und dann das Publikum“, war eine der Beschreibungen von Herbert Hornig, die sich durch den ganzen Abend zog.

Und es machte sicht- und hörbar Spaß, wenn der „böhmische Groove“, wie er es bezeichnete, funktionierte. Die Instrumentalisten der Stadtkapelle als dreistündiges Projektorchester und ihre Gäste aus Kirchseeon, Pfaffing, Kirchdorf und Rosenheim erlebten den Abend mit ihrem Dozenten als musikalisches Ereignis.

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