Stadtkapelle sieht sich auf gutem Weg

von Redaktion

Gut besuchte Jahresversammlung – Verein steht auf solidem finanziellem Fundament

Wasserburg – Zufrieden mit dem abgelaufenen Vereinsjahr war der Vorsitzende der Wasserburger Stadtkapelle, Markus Obergehrer, bei der Jahreshauptversammlung. „Bei 123 Terminen mit Proben, Auftritten und Konzerten sowie den sonstigen Vereinsverpflichtungen waren wir aktiv unterwegs“, sagte er.

Mathematisch aufgeschlüsselt und zusammengerechnet waren es 3.244 Personen, die nach der Aussage des Vorsitzenden für den Verein Stadtkapelle tätig und unterwegs waren. Was nach der Aussage von Markus Obergehrer bedeutet „dass im Jahr 2025 jeden Tag 8,9 Musiker irgendwas für oder mit der Stadtkapelle getan haben“.

Beeindruckende
Zahlen

Zum Stichtag gab es 84 Musiker im Erwachsenenbereich der Stadtkapelle. In der Jugendkapelle sind es 33, im Anfängerorchester 39 und in den Bläserklassen 36 junge Menschen, die aktuell irgendwie und irgendwann für und mit der Stadtkapelle irgendwo aktiv musizieren. Diese Musik muss ja dann von irgendjemanden geleitet werden, weshalb sich der Vorsitzende der Stadtkapelle besonders bei der musikalischen Gesamtleiterin und Leiterin der Bläserklassen, Barbara T. Bschorr, beim musikalischen Leiter der Jugendkapelle, Michael Morgott, und bei Georg Auer als musikalische und pädagogische Institution des Anfängerorchesters bedankte.

Zufrieden ist Markus Obergehrer mit dem Probenbesuch. Da gebe es eine „erfreuliche Entwicklung, die nach oben zeigt“, sagte er. Den Grund für diesen positiven Verlauf sieht er in der gestiegenen Aktivierung des Erwachsenenorchesters. Ausschlaggebend ist für ihn dabei die klare Kommunikation des Programms vor den Proben durch die musikalische Gesamtleiterin, Barbara T. Bschorr. „Da können wir uns gut vorbereiten und wissen, was am Donnerstag in der Probe auf uns zukommt“, sagte der Vorsitzende der Stadtkapelle.

Das hat sich im Jahr 2025 auch auf den Konzertbesuch ausgewirkt. Sehr zufrieden ist da die Stadtkapelle, denn sowohl im Frühjahr wie im Herbst war die Badria-Halle fast ausverkauft. Die Qualität des Programms und das merklich gesteigerte musikalische Niveau der beiden Konzertorchester scheint da zu überzeugen. Ausdrücklich bedankte sich Markus Obergehrer in diesem Zusammenhang bei seiner Stellvertreterin Vroni Koller, die stark in die Organisation eingebunden ist, und bei Anna Gießübel, die als Notenverantwortliche vorher und nachher wieder Ordnung in die pro Musikstück gut 60 Notenblätter bringen muss. Als Fazit stellte er fest, dass das Jahr 2025 insgesamt recht gut funktioniert hat. „Wir sind ein gesunder Verein, können weiter unsere Angebote halten, vorsichtig geplant etwas erweitern und auf das Geleistete stolz sein“, sagte er.

Barbara T. Bschorr als musikalische Gesamtleiterin stellte einen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre ihrer ersten Zeit in Wasserburg in den Mittelpunkt. Besonders die Kreativität sowie die Lebens- und Spielfreude in den gemeinsamen Stunden sieht sie als Erlebnis, durch das sich das notwendige Gemeinschaftsgefühl weiter entwickelt und gestärkt hat. Spürbar war das ihren Aussagen nach besonders dort, wo es „um was ging“. So beispielsweise bei den Konzerten in Wasserburg und dem Wertungsspiel in Rohrdorf, wo die Bühnenpräsenz und die Disziplin des Orchesters für sie beeindruckend war. „Es war mir eine Ehre, Dirigentin der Stadtkapelle zu sein“ sagte sie. Gemeinsam habe man schon so viel musikalisch erreicht, dass der eigene Anspruch keinen Rückschritt mehr erlaube. Besonders betonte sie dabei das gemeinsame „Wir“, das erreicht werden konnte.

Über die vielen Aktivitäten der musikalischen Ausbildungen in der Stadtkapelle berichtete deren Leiter Martin Zwiefelhofer. Die Ergebnisse davon konnten im Jugendkonzert Ende Januar im Wasserburger Historischen Rathaussaal bestaunt werden (wir berichteten). Erfreulich oft ist die Jugend der Stadtkapelle schon während ihrer Lehrzeit unterwegs, um das erreichte Können vorzuzeigen – egal ob Bläserklassen, Bläserjugend oder das große Jugendorchester. „Wie sind mit unserer Jugend von der Hofstatt über die Wasserburger Kirchenräume bis zur Partnerstadt in Rumänien unterwegs und zeigen, dass wir mit den jungen Menschen und ihren Instrumenten ein Vorzeigebild der Stadt sind“, sagte Martin Zwiefelhofer.

Solide
Finanzen

Auch finanziell steht die Stadtkapelle auf einer soliden Grundlage, wie Vereinskassier Markus Burlefinger berichtete. Durch die etwas gestiegenen Konzerteinnahmen – die Eintrittspreise wurden moderat angehoben und die Zuhörerzahlen haben sich auf einem guten Niveau stabilisiert – konnte das Wasserburger Blasorchester wieder einmal dem Rücklagenkonto etwas zuführen. „Dieses Geld ist aber bereits verplant. Denn wenn das Badria-Dach saniert und erneuert wird, müssen wir als Stadtkapelle nach dem jetzigen Stand für die Fläche über den Probenräumen die Kosten selber tragen“ sagte er. Fast schon selbstverständlich wurde dem Vorstand die Entlastung von den Kassenprüfern erteilt.

Nach den Informationen und Berichten aus der Vorstandschaft fanden satzungsgemäß die Neuwahlen der Vorstandschaft statt (Bericht folgt).

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