Haag – Der Haager Bauernmarkt öffnet nach der Winterpause wieder seine Tore. Traditionsgemäß sind am ersten Freitag im März, heuer am 6. März, die Kunden wieder von 10.30 bis 16.30 im historischen Gewölbe des Zehentstadels am Löwenbrunnen willkommen. Den traditionellen Auftakt bildet als Willkommensgruß die kostenlose Fastensuppe.
Vorfreude bei Kunden
und Anbietern
„Ich sehe, es freut alle, wenn wir wieder aufhaben. Das freut mich natürlich auch“, stellte Bauernmarktchef Josef Hederer generell fest. Diese allgemein positive Aufbruchstimmung merkt Josef Hederer als Organisator, Verkäufer und Produzent des Haager Bauernmarktes nun schon seit über 30 Jahren jedes Jahr zum Frühjahrsstart. Jetzt finden die Kunden wieder Gelegenheit zum kurzen Gespräch untereinander und mit den Verkäuferinnen. Der Eröffnung ist heuer die Generalversammlung der Mitglieder des Bauernmarktes im Hofcafé vorangegangen. Die Vorstandschaft fand unter Wahlleitung von Alfons Linner Bestätigung: Josef Hederer als Vorsitzender, Susanna Stein als Stellvertreterin, Gerti Haunolder als Kassiererin und Alfons Linner als Schriftführer.
Vorsitzender Hederer unterstrich die Idee des Bauernmarktes: „Unsere Lebensmittel sind handgemacht und nach alten Rezepten hergestellt. Da steht eine hohe Qualität dahinter. Unsere Produkte haben Seele.“
Wie immer legen die 16 produzierenden Landwirte eine saisonale Produktpalette vor. Die Nachfrage dieser Lebensmittel, die in der Umgebung Haags hergestellt werden, ist nach wie vor hoch. Das Angebot umfasst die gewohnte Produktpalette von Schmalzgebäck und Gemüse, Käse, Wurst und Fleisch bis zum Bauernbrot. Nach der Winterpause gibt es in dieser Saison Brot von Christl Angerer. Saisongemäß finden sich unter dem „Gemüse aus Bio-Anbau“ vorerst nur Kraut und Rüben, dazu der frische Portulak und Pflücksalat: „Darauf sind wir stolz“, so Josef Hederer. Die Fleisch- und Wurstwaren stammen von heimischen Tieren.
Etablieren konnte sich das Bauernbrot. Schmalzgebäck blieb ein Renner. Besonders die historischen Hauberlinge sind als heimische Spezialität ein Dauerbrenner. Generell stellen die Landwirte des Bauernmarktes fest, sind Lebensmittel, die vor Ort produziert werden, hoch im Kurs.
Mittlerweile haben laut Josef Hederer die Landwirte wie auch ihre Kunden die Überzeugung gewonnen, dass den Menschen heute die Augen für die Nachteile der Globalisierung geöffnet werden. „Wenn es ernst wird, zählt die regionale Versorgung. Die ist auch dann noch aufrechtzuerhalten, wenn Lieferungen per Lkw und Schiff für Supermarkt und Co längst ausgefallen sind“, so Bauernmarktchef Josef Hederer.
Verbraucher legen
Wert auf Tierwohl
Einen weiteren Trend stellte er aus dem Thekenverhalten seiner Kunden fest: Im Zuge der vermehrten Diskussion um das Tierwohl greifen die Kunden im Gegensatz zu Massenprodukten vermehrt auf Fisch, Fleisch und Wild aus bäuerlichen Kleinbetrieben zurück. „Wir müssen zurück zu den Wurzeln finden, zu den regionalen Produkten“, unterstreicht Josef Hederer.
Das garantiere auch für die Zukunft eine positive Entwicklung. Dafür stellten die Landwirte inzwischen eine recht respektable Produktpalette zusammen. Die entspreche auch dem aktuellen Trend „gesundheitsbewusster leben“.