Schonstett – Gesellschaftlich war im Jahr 2025 reichlich geboten – so Timo Winkler, Vorsitzender der Feuerwehr Schonstett, in der gut besuchten Jahresversammlung des Vereins im Gasthof „Zur Post“. Von der Maiandacht, dem Besuch von Festen benachbarter Feuerwehren, der Aktivenfeier, der Beteiligung am Ferienprogramm und dem Christkindlmarkt oder der Fahrzeugweihe in Griesstätt – die Vereinsmitgliede und aktiven Feuerwehrler waren immer gut vertreten. Zusätzlich beteiligte sich der Verein mit einer Fahnenabordnung an den kirchlichen Festen in der Gemeinde.
Sehr positiv aufgenommen wurde der Bericht des Kassiers Christoph Obermaier, denn trotz stattlicher Ausgaben wurde ein ansehnlicher Überschuss erwirtschaftet. Kassenprüfer Benno Maier attestierte eine einwandfreie Führung – die Entlastung von Kassier und Vorstandschaft erfolgte einstimmig.
Ausführlich informierte der Kommandant Wolfgang Niedermaier über die Leistung der Aktiven. Mit 32 Einsätzen verzeichnete man deutlich weniger als in den Vorjahren (50). Wiederum waren Verkehrsunfälle stark vertreten, dazu ein Unfall mit einem Luftfahrzeug, ein Wasserschaden, Beseitigung von Sturm- und Unwetterschäden sowie ganz häufig Ölspuren auf der Fahrbahn, Verkehrsabsicherungen und Sicherheitswachen sowie zwei Brände. Insgesamt waren die Aktiven 448 Stunden für die Allgemeinheit im Einsatz, davon entfielen jeweils 157 Stunden auf technische Hilfeleistungen und Brände. Momentan leisten 60 Aktive ihren Dienst bei der Feuerwehr, davon 18 als Atemschutzgeräteträger.
Der Damenanteil von zehn wäre ausbaufähig, meinte Niedermaier. Man führte 22 Übungen durch und besuchte 15 Lehrgänge des Landkreises wie Atemschutz-, Sprechfunk-und Jugendwartlehrgang, Brandübungscontainer oder das Feuerwehrsymposium in Söllhuben. Bei Standortschulungen wurde eine Eisrettung ebenso trainiert wie der Löscheinsatz mit Atemschutz, technische Hilfeleistung beim Verkehrsunfall oder das Heben von Lasten. Dazu gehörten aber auch die Einweisung an der Netzersatzanlage, UVV-Unterweisungen oder Betriebsbegehungen. Allein 844 Stunden wurden so in die Aus- und Weiterbildung investiert. Auch bei der Planung des Feuerwehrhauses waren Aktive mit eingebunden und wendeten dafür an die 180 Stunden auf.
Besonders stolz ist man auf seine Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Maxi Finsterwald. 28 Jugendliche, davon sieben Mädchen, übten und trainierten an sage und schreibe 61 Gruppenabenden für die MTA-Basis-Prüfung, die Leistungsprüfung Wasser, die Jugendleistungsspange sowie den Wissenstest – alles wurde erfolgreich absolviert. Über 2500 Stunden gemeinsam lernen und trainieren, aber auch gesellig feiern bei den angebotenen Freizeitaktivitäten wurden gezählt. Inzwischen wurde ein Jugendlicher in den aktiven Dienst übernommen – in den nächsten Jahren soll die Zahl steigen.
Für die Kreisbrandinspektion brachte Kreisbrandmeister Michael Mayer seine Freude zum Ausdruck, dass nun endlich mit dem Neubau des Feuerwehrhauses begonnen werde. Er lobte den guten Besuch der Aktiven bei den angebotenen Lehrgängen. Auch deshalb sei das Leistungspotential der Schonstetter Feuerwehr sehr gut. Im Zivil- und Katastrophenschutz werde man in Zukunft mehr gefordert sein so Mayer.
Bei der turnusmäßig durchzuführenden Neuwahl der Vorstandschaft übernahm Bürgermeister Paul Dirnecker die Wahlleitung unterstützt von seinem Stellvertreter Josef Bichler. Dabei galt es die ersten Vorsitzeden schriftlich zu wählen. Für die nächsten vier Jahre wurde Timo Winkler als Vorsitzender ebenso in seinem Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Peter Schopka. Auch die Kasse wird weiterhin von Christoph Obermaier geführt. Neue Schriftführerin ist Jasmin Schopka. Als neue Kassenprüfer wurden Georg Obermaier und Reinhard Kutschker ernannt.
In seinem Grußwort gratulierte Dirnecker der neuen Vorstandschaft zur Wahl. Er dankte den Aktiven für ihren ungemein wichtigen Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit und lobte die tolle Jugendarbeit. Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses erfülle man nun auch den sehnlichsten Wunsch der Aktiven. mv