Bürgermeisterwahlen im Wasserburger Süden

von Redaktion

Knappe Wahl in Edling und ein Generationswechsel in Babensham

Babensham/Edling/Amerang/Schnaitsee/Obing/Albaching/Pfaffing – In Babensham geht eine Ära zu Ende: Politik-Urgestein Josef Huber hört auf. Gleich zwei wollten ihn beerben: Der als Geschäftsleiter im Rathaus sehr erfahrene Martin Kubiczek (WG Babensham/Kling) setzte sich mit 78,4 Prozent wie erwartet gegen Roger Diller (Bürger für Babensham) durch, der 21,6 Prozent der Stimmen erhielt. Das neu gewählte Gemeindeoberhaupt zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis und bedankte sich bei allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit und Mitarbeit. Roger Diller indes hätte sich noch einige Stimmen mehr gewünscht: „Ich bin dennoch zufrieden, da hat die BfB vor sechs Jahren schlechter abgeschnitten.“

Amerang

In Amerang gelingt Konrad Linner (Gemeindeliste Amerang) mit 60,9 Prozent die Wiederwahl. Herausforderer Georg Dumpler (FW Amerang) unterlag mit 39,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,9 Prozent.

Schnaitsee

In Schnaitsee war der Wahlabend von einem Todesfall überschattet: Josef Unterforsthuber, Berichterstatter der Wasserburger Zeitung, war in der Nacht zu Sonntag, 8. März, plötzlich verstorben. Ein Schock für die Gemeindebürger. Denn Unterforsthuber war nicht nur der Chronist des Ortes, sondern auch ein sehr aktiver Vereinsmensch.

Dementsprechend gedämpft war die Stimmung in den Wahllokalen. Beim Auszählen waren die Schnaitseer allerdings sehr schnell, schon um kurz vor 19 Uhr, als erster Ort des Altlandkreises Schnaitsee stand fest: Thomas Schmidinger (CSU) gewinnt die Wiederwahl klar mit 75,9 Prozent, im Vergleich zu 2020 11,6 Prozent weniger. Herausforderer Andreas Bolze (Umweltinitiative) erreicht 24,1 Prozent. Schmidinger dankte für einen „guten, fairen Wahlkampf“. Das Ergebnis sei für beide „gut annehmbar“. Er freue sich auf sechs Jahre weitere Arbeit: „Nun schauen wir, wer alles im Gemeinderat mitarbeiten darf.“

Obing

Klare Entscheidung bei der Bürgermeisterwahl: Amtsinhaber Sepp Huber von den Freien Wählern bleibt weiterhin Rathauschef in Obing. Mit 92,8 Prozent der Stimmen sprachen ihm die Bürger erneut ihr Vertrauen aus.

Die Wahlbeteiligung lag bei 65,3 Prozent. Damit tritt der 57-Jährige seine dritte Amtszeit an. Bei der Wahl im Jahr 2014 musste sich Huber noch gegen zwei Gegenkandidaten durchsetzen.

Seit 2020 tritt der Bürgermeister allerdings ohne Herausforderer an. Auch diesmal stellte sich kein Gegenkandidat zur Wahl – ein Zeichen der breiten Unterstützung im Gemeinderat und in den politischen Gruppierungen.

„Wir würden aktuell keinen besseren finden“, betonte Rupert Freiberger, Fraktionssprecher der Orts-CSU. Im Gemeinderat herrsche große Zufriedenheit mit dem souveränen Führungsstil des amtierenden Bürgermeisters. Ähnlich äußerte sich Gemeinderatskandidat Andreas Pfisterer von der Obinger Bürgerliste. In der Gemeindepolitik gebe es über viele Themen hinweg große Einigkeit. Die Programme der Gruppierungen unterschieden sich häufig nur in Nuancen. „Der Sepp hat gute Arbeit geleistet, da gibt es keinen Grund für eine Kampfkandidatur“, so Pfisterer. Auch Thomas Breu von der PAO hatte mit einem klaren Wahlausgang gerechnet.

Das deutliche Ergebnis bestätige die parteiübergreifend gute Zusammenarbeit Sepp Huber selbst zeigte sich sehr erfreut über das Wahlergebnis. Dass so viele Wähler ihr Kreuz bei ihm gesetzt hätten, bestätige ihn in seiner Arbeit und motiviere ihn zugleich. „Natürlich ist es ein wenig entspannter, wenn man ohne Gegenkandidat in den Wahlkampf geht“, sagte Huber. Dennoch bleibe es bis zum Schluss spannend, welches Ergebnis letztlich herauskomme.

Mit Blick auf die kommenden Jahre richtet der Bürgermeister den Fokus bereits nach vorn. Besonders gespannt sei er darauf, wie sich der neue Gemeinderat zusammensetzen werde. „Wir haben viele Projekte in der Pipeline, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen“, betonte Huber.

Edling

Matthias Schnetzer, seit 2008 im Amt, darf weitermachen: Der Edlinger Bürgermeister (CSU) setzte sich knapp gegen eine der wenigen weiblichen Kandidaten, Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) durch. Mit 48,7 Prozent schaffte Bauer-Schäfer allerdings ein gutes Ergebnis. Mit seinem Wahlsieg von 51,3 Prozent zeigte sich Schnetzer allerdings dennoch zufrieden. „Bei zwei Kandidaten und einer vierten Amtszeit war es klar, dass es knapp wird“, meinte er. Daher sei er zufrieden mit dem Ergebnis.

Pfaffing

Josef Niedermeier startet in eine neue Amtsperiode: „Über dieses Ergebnis freue ich mich natürlich sehr. 91,9 Prozent sind ein außergewöhnlich großer Vertrauensbeweis der Bürger. Dafür bin ich wirklich dankbar.“ Obgleich er als einziger Kandidat in Pfaffing ins Rennen ging, ein so großer Rückhalt aus der Bevölkerung sei für ihn „alles andere als selbstverständlich“ und motiviere ihn sehr für die kommende Amtszeit. „Ich starte mit Dankbarkeit, Respekt vor der Verantwortung und großer Lust darauf, unsere Gemeinde weiter voranzubringen.“ Die Wahlbeteiligung lag bei 68,7 Prozent.

Albaching

Ein klares Ergebnis für Rudolf Schreyer: 94,3 Prozent. Er hat sich als alleiniger Kandidat zur Wiederwahl gestellt und freut sich dennoch über den Rückhalt in seiner Gemeinde: „Wenn man alleine antritt, ist es zwar klar, dass man den Sieg einfährt, doch mit so einem Ergebnis kann man nicht rechnen. Dass es so klar wird, freut mich ungemein. Ich glaube schon, dass ich gute Arbeit mache, aber am Ende ist es der Bürger, der entscheidet. Das tolle Ergebnis bestätigt auch die Arbeit des Gemeinderats.“

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